Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine

Wir sind eine Gruppe von neun Privatpersonen unterschiedlicher Nationalitäten (Ukrainer, Russen, Tschetschenen, Griechen und Deutsche), die mit Familien und Freunden sowohl in der Ukraine als auch Russland in Verbindung stehen. Wir betreuen diese Seite in unserer Freizeit und geben durch die Beiträge unsere persönliche Sichtweise der Dinge wieder.

+++ Die Welt im Umbruch +++ WENDET DIE RUSSISCHE REGIERUNG GERADE IM VORAUS VON AUSSEN GELENKTE PUTSCH-TENDENZEN IM LAND AB? +++

2 Kommentare

Seit mehreren Wochen wird davon berichtet, dass der russische Präsident Wladimir Putin wichtige Stellen innerhalb des russischen Staatsgefüges überraschend neu besetzt, darunter Gouverneure, Bürgermeister, Armee-Generäle und Marine-Admiräle. So einige wurden der Korruption überführt – wie zum Beispiel der Chef der russischen Zoll-Behörde Andrey Belianinov, bei dem man neben teuren Antiquitäten auch bis zu einer Million Euro in Schuhkartons verpackt auffand. Andere wurden ohne Kommentar und Erklärungen entlassen. Einige gingen in den Ruhestand.

Liberale & „pro-westliche“ russische Politiker und Oppositionelle wittern bereits anrollende „Massenverhaftungen wie im Jahr 1937“ unter Josef Stalin. Andere klatschen bereits Beifall, weil sie darin eine vom einfachen Volk lange ersehnte harte Hand gegen die Korruption innerhalb ranghoher Beamten sehen. Doch es gibt noch eine weitere interessante und sich sehr nahe an der Realität bewegende Version der Vorgänge in der russischen Innenpolitik.

Wozu jetzt diese überraschenden Wechsel ranghoher Beamten und Staatsdiener? Wer sind diese Leute und zu welchen politischen Strömungen gehören sie? Welche Tendenzen versucht Wladimir Putin zu unterbinden? Und welche politischen oder gar sektenähnlichen Strömungen gibt es in Russland, die einen von außen gelenkten Putsch (Staatsumsturz) der russischen Staatlichkeit unterstützen könnten, um selbst an die Macht zu gelangen?

Es ist das Jahrzehnt der „Bunten Revolutionen“ (von Außen gelenkte Pseudo-Revolutionen), siehe die „Orangene Revolution“ & spätere Maidan-Putsch in der Ukraine, oder der sog. „Arabische Frühling“, der längst zum „Arabischen Winter“ wurde. Dies ist auch Russland und Präsident Putin nicht entgangen. Gewisse Kräfte wollen die Welt zu ihren Gunsten „verändern“ und in ihren Interessen „transformieren“. Schwache Staaten fallen sofort, andere fallen unter direktem Druck von Bomben wie Libyen, wiederum andere wehren sich wie Syrien und jetzt auch die Türkei, ganz egal ob man Assad oder Erdogan mag, oder nicht. In der Türkei und Syrien verliefen unterschiedliche Umsturz-Modelle – doch das Ziel bleibt ein ähnliches.

Staaten wie Russland und China sollten das Endziel der bunten Umstürze sein. Eine Umformatierung der Welt. Diese ordnen sich nun im Eiltempo neu und schützen sich in dem sie sich den ganzen von außen finanzierten NGOs und oligarchischen Netzwerken entledigen. Ob das klappt – werden wir sehen. Man kann das mögen oder auch nicht – siehe die gespaltene Meinung zu aktuellen „Säuberungen“ in der türkischen Armee und Behörden. Doch es findet statt – im Sinne des „Staatsschutzes“. Fakt ist: Unsere Welt ist im Umbruch!

In Russland ist das Thema nicht weniger komplex wie in der Türkei oder sonst wo. Nur der Präsident ist ein anderer, mit anderem Charakter und sicher einer anderen Weltanschauung – doch beide wollen nichts anderes als zu verhindern, dass ihr Land von Außen gelenkt und aus dem Inneren gesprengt – ins Chaos & Verderben gestürzt wird. Genug Beispiele haben wir ja bereits.

Erdogan ist pro-türkisch, er ist weder pro-amerikanisch, noch pro-deutsch, geschweige den pro-russisch. So ist auch Putin eben pro-russisch. Beide sind nüchtern betrachtet in ihrem jeweiligen Land zwei beliebte nationale Leader – und das macht sie innen- wie außenpolitisch stark, wobei die Türkei und Russland natürlich zwei absolut verschiedene Staaten mit unterschiedlichen Hintergründen sind. Die Grundtendenz ist aber eine ähnliche, nur die Methoden sind andere. So gibt es eben auch in Russland eigene sektenähnliche Gruppen & Strömungen, wie auch die pro-amerikanische islamistische „Fethullah Gülen“-Bewegung.

Ob diese Putsch-Tendenzen von der US-Regierung, US-Geheimdiensten und „befreundeten“ Geheimdiensten aufgebaut und gelenkt werden – oder von dubiosen Polit-Eliten & Strömungen (Neocons, US-Oligarchen) aus den USA & Großbritannien finanziert werden, wie Soros in der Ukraine – oder sogar beides gleichzeitig, sei dahingestellt. Wahrscheinlich ist beides.

Diese Putsch-Tendenzen gibt es auch deshalb, weil Menschen & Oppositionelle bereit sind vieles zu tun, um an die Macht und viel Geld zu kommen – auch wenn sie ihre „Heimat“ dafür teilweise oder komplett verkaufen müssen. Auf der einen Seite stehen die Käufer und auf der anderen Seite die Gekauften, oder wie sie denken „Verkäufer“. Natürlich wird es ihnen so nie gesagt. Die russische Regierung geht seit Jahren einen souveränen Weg und schützt sich Schritt für Schritt im Sinne des „Staatsschutzes“, damit es nicht zu einem Szenario wie zuletzt in der Türkei kommt.

1. Dezember 2014: NGOs-Gesetze in Russland. Das sogenannte „Agentengesetz“, nach dem Nichtregierungsorganisationen (NGOs) als Auslandsagenten gelten, wenn sie aus dem Ausland finanziert werden – hat laut Präsidenten Putin das Ziel, dass sich niemand in das innenpolitische Leben Russlands einmischen kann. (Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20141205/270152689/Putin-NGO-Gesetz-dient-Vorbeugung-von-Einmischung-in.html )

270 russische Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben im Jahr 2013 über 36 Milliarden Rubel (ca. 750 Millionen Euro) aus dem Ausland erhalten, teilte Russlands Justizministerium mit. Geld das Jahr für Jahr fließt. Das das viele Geld nicht für russlandfreundliche „Kindergeburtstage“ verwendet wird oder werden soll – wird jedem einleuchten. (Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20140516/268511298/Millionen-Spritzen-fr-russische-NGOs-aus-dem-Ausland.html )

2. April 2016: Der russische Präsident Putin gibt überraschend die Gründung einer russischen Nationalgarde bekannt, die aus der Umformatierung von bisher bestehenden para-militärischen und Anti-Terror-Einheiten des Innenministeriums (wie z.B. SOBR, OMON, „Berkut“) entstehen soll. Die Zusammenfassung der Einheiten in eine homogene und einheitliche Struktur wird ihre Effektivität & Schlagkraft deutlich erhöhen. Die neue Formation soll die Polizei im Kampf gegen Terrorismus und organisiertes Verbrechen unterstützen, aber wohl auch Staatsumstürze von Innen her verhindern, falls es Überläufer unter ranghohen Militärs geben sollte und sie ihre „Einheiten“ wie in der Türkei gegen den russischen Staat schicken sollten.
(Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20160405/308974925/putin-russland-nationalgarde.html )

Die neu formierte Nationalgarde wird unmittelbar dem Präsidenten als Oberbefehlshaber unterstellt sein. Transatlantische und westliche Medien posaunten sofort „Putins eigene Armee“ (Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article154046214/Putins-eigene-Armee-Kreml-schafft-neue-Nationalgarde.html )

Die neu gegründete russische Nationalgarde wird etwas über 340.000 Mann stark sein. Alle notwendigen gesetzgebenden Verfahren sollen bis August 2017 im russischen Parlament abgeschlossen werden. Anfang 2018 soll die Nationalgarde vollständig funktionsfähig sein.
(Quelle: https://www.vedomosti.ru/politics/news/2016/08/01/651271-chislennost-natsgvardii )

3. Seit Beginn 2016 – Diverse ranghohe Beamten und Armeegeneräle werden ausgetauscht.

Präsident Wladimir Putin hat am 11.Februar 2016 zehn russische Generäle auf einmal per Erlass ihres Amtes enthoben. Die betroffenen Beamten hatten beim Innenministerium, beim Katastrophenschutzministerium, beim Ermittlungskomitee, bei der Strafvollzugsbehörde und der Drogenkontrollbehörde gedient. Unter anderem wurde der für Tschetschenien zuständige Chefermittler des Ermittlungskomitees entlassen. Der Grund für die Entlassung der hohen Amtsträger wird darin nicht genannt.
(Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20160211/307771643/putin-entlaesst-generaele.html )

4. April 2016: Putin segnet nationalen Anti-Korruptions-Plan ab – zur Bekämpfung der Korruption in Russland für die Jahre 2016 und 2017 bestätigt.
(Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20160401/308892712/kampf-gegen-korruption-in-russland.html )

5. Mitte Juli 2016: Wladimir Putin entlässt 50 Offiziere wegen ernster Versäumnisse der Gefechtsbereitschaft. (Quelle: http://www.focus.de/politik/videos/gefechtsbereitschaft-versaeumt-putin-entlaesst-50-offiziere-wegen-ernster-versaeumnisse-der-gefechtsbereitschaft_id_5725918.html )

6. Am 28.Juli entließ der russische Präsident Putin überraschend den Gouverneur der strategischen Krim-Stadt Sewastopol, Sergej Menyailo. Kurz davor wurden auch die Gouverneure mehrerer anderer Regionen der Russischen Föderation, wie z.B. in der strategisch enorm wichtigen Region Kaliningrad, die vollständig von nicht gerade friedlich gesinnten NATO-Staaten. Neu besetzt wurden diese Posten allesamt mit ehemaligen Armee- oder Geheimdienst-Mitarbeitern, die Putin seit langem persönlich kennt. Ein Zufall?

Wegen des Verdachts der Korruption wurde auch der Chef des russischen Zoll Andrej Belianinov entlassen, bei dem Mann hohe Geldsummen versteckt in Schuhkartons und sehr teure Antiquitäten entdeckte, als die Anti-Korruptions-Einheit des russischen Geheimdienstes FSB den Zugriff vollzog.

+++ Gruppe Nr.1 +++ Der Faktor „Weißgardisten“ und die russische „Zaren-Bewegung“ +++

Vielen dieser entlassenen Beamten & Staatsdienern werden Verbindungen zu Maria Romanow (Hohenzollern) nachgesagt, die eine Thronprätendentin der russischen Zaren-Dynastie der Romanow ist. In Madrid geboren, in London an der University of Oxford studiert – fordert sie die Rückkehr Russlands zur Monarchie, natürlich nicht ohne Mithilfe der britischen Geheimdienste. Sie und ihr Sohn („Zesarewitsch“) unterstützen, wenn auch indirekt, die in Russland agierenden „Weißgardisten“ der sog. „Zaren-Bewegung“, auch genannt „Monarchisten“ („Монархисты“) deren Anhänger (wie überraschend) die Rückkehr Russlands zur Monarchie unter einem Zaren fordern – wenn auch bisweilen eher verhalten. (Mehr über ihre Person: https://de.wikipedia.org/wiki/Marija_Wladimirowna_Romanowa )

Ein Teil der Zarenfamilie erkennt Marias Sohn Georgi nicht als Thronerben an, weil sie mit Franz Wilhelm Prinz von Preußen, einem Nachkommen des Deutschen Kaisers Wilhelm II. verheiratet war und er somit nach der Meinung einiger Familienmitglieder eher ein Hohenzoller als ein Romanow ist.

Es gibt seit 2012 auch ein „Monarchisten-Partei“ in Russland. Am 1. Februar 2013 hielt die Partei einen monarchistischen Kongress in Paris ab, bei welchem sich die Vertreter der verschiedenen monarchistischen Strömungen in Russland versammelten, um die weitere Entwicklung zu diskutieren. Der Kandidat für das Amt des Zaren soll einer der vielen Nachkommen der Romanow-Dynastie sein, die im Ausland leben. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Monarchistische_Partei_der_Russischen_F%C3%B6deration )

Eine der Kernregion der Bewegung ist die Region Ekaterinburg, dem Ort an dem die Zarenfamilie von kommunistischen Revolutionären hingerichtet wurde. Michail Bakov, der Kandidat der Monarchisten-Partei bei der dortigen Regionalwahl 2013 auf gerade mal 1,22% der Stimmen kam, was davon zeugt, dass die „Monarchisten“ kaum demokratische „Optionen“ haben vom Volk legal an die Macht in Russland gewählt zu werden. (Quelle: http://ria.ru/politics/20130908/960451668.html )

Die „Monarchisten“-Bewegung hat in Russland geschätzt bis zu 1 Million Anhänger, wobei der radikal-monarchistische Kern auf rund 100.000 Personen geschätzt wird. Sie haben enge Beziehungen zur russisch-orthodoxen Kirche, die im Jahr 2000 den letzten russischen Zaren Nikolai-II (Zar Nikolaus-2) heilig gesprochen hatte, aufgrund seines Märtyrertodes. Jedes Jahr schließen sich sog. „Monarchisten“ auch der großen friedlichen Prozession der russisch-orthodoxen Kirche an – deren 60.000-80.000 Gläubige zum Wallfahrtsort „Ganinaya Yama“ (Hinrichtungsort der Zarenfamilie) nahe der Ural-Millionenstadt Ekaterinburg pilgern.

Auch der aktuellen und durchaus landesweit sehr beliebten Krim-Generalstaatsanwältin Natalia Poklonskaya werden Verbindungen zur „Monarchisten“-Bewegung nachgesagt. Beim „Unsterblichen Regiment“ zum Siegestag am 09.Mai lief Poklonskaya mit einem Porträt des russischen Zaren Nikolaus-2.

+++ Anmerkung +++

Einen nicht ganz koscheren Anteil am Donbass-Konflikt hatten bis 2015 auch russische und ukrainische „Monarchisten“, wie z.B. der bekannte zugereiste Widerständler Igor Strelkow, der Mitglied der besagten russischen „Monarchisten“-Bewegung ist. Er und weitere 300 Anhänger der Monarchisten sind im Frühjahr 2014 in den Donbass gezogen, um sich der dortigen ost-ukrainischen Anti-Maidan-Widerstandsbewegung anzuschließen – die schnell in einen Bürgerkrieg ausartete. Dabei lieferte Strelkov in dem Konflikt vorallem den USA eine argumentative Steilvorlage – und belastete Russland. Die US-amerikanischen Eliten und westliche Medien konnten so die „Hand des Kreml“ präsentieren, wobei man ganz genau wusste dass Strelkov ein zu Putin und der russischen Regierung oppositionell eingesteller Anhänger der „Monarchisten“-Bewegung ist – und nichts mit der russischen Regierung zu tun hat. Die Monarchisten und auch russische Nationalisten haben recht schnell versucht den natürlichen Donbass-Widerstand zu unterwandern und im Sinne eigener Interessen zu lenken.

Wenn Russland, sprich die russische Regierung unter Putin den US-gewollten Ukraine-Konflikt militärisch lösen wollte – so hätte man die russische Armee und Spezialkräfte eingesetzt, die dann auch direkt in Kiew eingezogen wären und den Konflikt nicht im pro-russischen Donbass lodern lassen würden. Die Fähigkeit zur militärischen Lösung des Ukraine-Konflikts hat Russland gewiß. Seit dem sich Russland politisch in den Konflikt einmischen musste – wurden alle Reihen des Donbass-Widerstands von Gruppen sog. „Monarchisten“, wie auch „Nationalisten“ bereinigt, siehe die Verdrängung von Igor Strelkov, Boradai und Pawel Gubarev aus dem Konflikt.

Die Idee der „Monarchisten“ (später kommen wir auch zu den „Nationalisten“) war es den legitimen ost-ukranischen Anti-Putsch-Widerstand im Donbass (z.B. Anti-Maidan) unter der Idee von „Novorossia“ („Neurussland“) zu vereinigen. Eine Bezeichnung die weder Putin noch irgendein Berater Putins so je gewählt hätte, weil es ein imperialistischer und monarchistischer Begriff ist, der den USA eine glatte Steilvorlage liefert – auf Basis derer westliche Medien eine „gewaltsame Expansion Russlands“ aufbauschen konnten. Der Name sagte quasi schon alles.

Ob Strelkov und die „Monarchisten“ dies absichtlich oder unabsichtlich machten – ist die Frage. Wenn absichtlich so sind sie Staatsfeinde des heutigen russischen Staatengebildes und Saboteure, die Russland für eigene Machtinteressen zu destabilisieren bereit sind, um aus dem Chaos an die Macht mit einem „Zaren“ zu gelangen – und falls unabsichtlich, so sind sie kurzsichtige Träumer, die keine Ahnung von Geopolitik haben – und durch ihre Naivität dem russischen Staat einen pro-amerikanischen Bärendienst erwiesen haben. Sowohl das Erste, als auch das Zweite sagt aus, dass solche Leute nichts an der Macht eines Staates verloren haben.

Die Tatsache, dass westliche Medien diesen Begriff „Novorossia“ nicht mehr kursieren, zeigt dass er nicht eine Idee der russischen Regierung ist, es nie war – und auch nicht der Strategie in ihrer Ukraine-Politik entspricht. Putins Aussagen deuten bis heute darauf hin, dass es Russlands Interesse bleibt die Ukraine als ganzen Staat zu erhalten und eine chaotisierende Spaltung in West und Ost zu vermeiden. In Russland arbeiten Hunderttausende Westukrainer, die normal im Kopf und gewiss nicht anti-russisch sind. Das US-gewollte Problem liegt also nicht in den Westukrainern, sondern in Kiew und den dortigen anti-russischen Marionetten. Man darf sich nicht täuschen lassen. Die Macht des Kiewer Regimes wird von wenigen Tausend aggressiver ukrainischer Nationalisten gestützt, die der schweigenden Mehrheit in der Ukraine überlegen sind. Noch – überlegen sind.

Dazu auch interessant: https://new.vk.com/wall83878762_161888

+++ Gruppe Nr.2 +++ Der Faktor „Nationalisten“ der Bewegung „Russische Nationale Einheit“ +++

Das 146 Millionen Einwohner große Russland hat kein Nazi-Problem – aber es heißt nicht, dass es keine Nationalisten und Faschisten gibt. Die Bewegung der russischen Nationalisten (wie „Russische Nationale Einheit“, „Slawische Union“) wird auf rund 100.000 Personen geschätzt. Der radikal-gestimmte Kern der „RNE“ soll etwas mehr als 15.000 Mann betragen, der von Alexandr Berkashov und Dmitry Demuschkin („Russischer Marsch“) geleitet werden.
Laut westlichen Schätzungen soll es in Russland 70.000 Rechtsradikale geben. (Quelle: http://www.rp-online.de/panorama/ausland/in-russland-waechst-der-rassismus-aid-1.2025680 )

Ihre Weltsicht ist die „Verehrung“ des faschistischen Modells des „Dritten Reichs“. Ihr Grußzeichen ist der Hitlergruß. Sie wollen in Russland eine faschistische Diktatur sehen.

Unter russischen Sicherheitsexperten besteht die Meinung, dass die „RNE“ eine von Geheimdiensten der USA und Großbritannien in den Chaosjahren der 90er aufgebaute, oder zumindest unterstützte – und dem ukrainischen Pendant „Rechter Sektor“ ähnelnde rechtsradikale Struktur ist.

+++ Anmerkung: Auch die russischen Nationalisten der „RNE“ haben versucht den Donbass-Konflikt für ihre eignen Interessen zu nutzen, und den in der Ostukraine entstandenen Donbass-Widerstand für eigene Idee zu mobilisieren. Einer der Donbass-Widerständler der „RNE“ nahesteht oder nahestand ist Pawel Gubarew, dem Verbindungen zum russischen Nationalisten Aleksandr Barkashov nachgesagt werden. Nach dem Russland im August 2014 politisch in den Konflikt eingriff – wurden die Reihen des Donbass-Widerstands von den übereifrigen „Nationalisten“ bereinigt. Alles in allem betrug die Anzahl russischer „Freiwilliger“ aus Reihen der „Nationalisten“ und „Monarchisten“ nie mehr als 10% unter den Donbass-Widerständlern.

+++ Am Rande: Bei den blutigen Putsch-Ereingnissen in Moskau 1993 war Alexandr Barkashov mit einer schwer bewaffneten Gruppierung von 168 Mitgliedern der „RNE“ direkt beteiligt. Seine Hundertschaft war nach dem Prinzip der heutigen ukra-faschistischen Söldner-Bataillone aufgebaut – und sicherte Zugänge zum großen „Rätehaus“ („Dom Sowetov“) in Moskau während des Putschs. Eine russische Spezialeinheit hatte letztendes das „Rätehaus“ gestürmt und alle Mitglieder der „RNE“ entwaffnet, so dass eine ausartende blutige Konfrontation die zu einem Bürgerkrieg in Russland hätte führen sollen, rechtzeitig unterbunden werden konnte.

Das Ziel westlicher Geheimdienste war es durch undurchsichtige nationalistische Gruppierungen einen Bürgerkrieg im Vielvölkerstaat Russland zu provozieren – und so nach dem Zerfall der Sowjetunion auch den Zerfall der Russischen Föderation einzuleiten. Diese bewaffneten Nazi-Gruppen waren ein Teil dieser Operation, ob bewußt oder unbewußt. (Quelle – Lebenslauf Barkashov und Video: https://www.youtube.com/watch?v=-soA4vu65AA )

Man kann z.B. von Boris Jelzin halten was man will – aber in diesem Fall hat er richtig reagiert, in dem er Russland nicht nach diesem vorgegebenen Szenario in den Bürgerkrieg schlittern ließ. Dies betonte auch Wladimir Putin zuletzt mehrmals.

Ein Nationalist und von den USA über NGOs finanzierter russischer „Oppositioneller“ ist Alexej Nawalny – der den politischen und nicht militanten Arm russischer „Nationalisten“-Bewegungen hätte bilden sollen. So zumindest die Idee aus den USA – für seine Rolle der Verschmelzung russischer „Nationalisten“ (sprich Nazis) mit den pro-westlichen „Liberalen“. Seine Popularität ist in Russland seit Jahren im Sinkflug nach dem mehrere Treffen mit ranghohen US-Diplomaten aufgedeckt wurden.

+++ Gruppe Nr. 3 +++ Faktor „Chodorkowski“ und das „System des Oligarchats“ +++

Ein weiterer möglicher destabilisierender Faktor ist die „Sekte Chodorkowski“, die natürlich nicht im religiösen Sinn zu verstehen ist, sondern in seiner mantraartigen pro-amerikanischen Idee des „Neoliberalismus“ in Russland, sprich der Herrschaft weniger Supperreicher (Oligarchen), die das Land unter sich aufteilen und die Bodenschätze an internationale Konzerne ausverkaufen, wie das z.B. in den 90er Jahren nach dem Zerfall der Sowjetunion gewesen ist. Ein Modell das bis heute in den meisten afrikanischen Staaten im Sinne internationaler Konzerne & Hedgefonds „gut“ funktioniert. Natürlich sagt er das nicht so – und verpackt seine Machtergreifungs-Ideen in nette und ehrbare Hüllen.

Analysten gehen davon aus, dass Chodorkowski in Russland mit Hilfe des CIA & des britischen Geheimdienstes einen Putsch vorbereitet. Von seinem Exil in der Schweiz und von London aus hat er das auch schon mehrmals offen angekündigt. (Quelle – seine persönliche Webseite samt Video: http://khodorkovsky.ru/mbh/statements/press-conference-live/ )

Bis heute ist es nicht eindeutig unklar welche Formation von „Putschisten“ der US-gelenkte Oligarch Chodorkowski nutzen will. Ist es die nationalistische Karte der „RNE“ nach dem Prinzip des „Rechten Sektors“ während des pro-amerikanischen Maidan-Putsches in der Ukraine. Sind es die „Weißgardisten“ und „Monarchisten“ – zu denen aber bisher keine Verbindung aufzuzeigen ist. Oder ist es das „Modell Türkei“ – in dem ein Teil der Armee mit Dollar-Milliarden zum Putsch gelockt werden soll. Die letztere Variante erscheint bisher am unwahrscheinlichsten.

Und jetzt unsere Anfangsfrage: WENDET DIE RUSSISCHE REGIERUNG GERADE IM VORAUS VON AUSSEN GELENKTE PUTSCH-TENDENZEN IM LAND AB? +++

Ähnliche Tenden laufen gerade auch in China – nur dass aus der Chinesischen Volksrepublik traditionell eher wenig nach Außen dringt.

PS: Es gibt noch eine vierte gefährliche Gruppe – und zwar die der „Islamistischen Sekte“, wie dem IS & Al-Nusra, sprich Al-Kaida. Ob Moskau, Tatarstan, Dagestan oder die Kaukasus-Region – überall wird versucht neue Anhänger unter jungen Leuten zu rekrutieren, ähnlich wie auch in Europa. Ihre „Auswanderer“ und Sympathisanten werden aktuell massivst in Syrien und im Kaukasus bekämpft. Die Analyse dieser vierten Gruppen betrachten wir in einem ähnlichen Feld wie die Gruppen 1-3 – sie bedarf jedoch einer gesonderten Analyse.

@ Eure Bürgerinitiative für Frieden – biffidu

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Ergänzung 1:

Gruppe 1, 2 und 3 verfolgen die gleiche ideologische Gesinnung: Kapitalismus im westlichen Interesse. Das hat zur Bedeutung, dass ein pro-westlicher Kurs eingeschlagen werden soll, bei dem die Interessen der Russischen Föderation unberücksichtigt bleiben. Durch künstlich herbeigeführte Krisen und einer Ausbeutung soll das Land ins Chaos und Verderben gestürtzt werden. Das Projekt „Perestojka und Glasnost“ und Gorbatschow war eine solche Ideologie. Anstieg der Kriminalität, Armut und Bürgerkriege sowie der Zusammenbruch der Sowjetunion waren die verheerenden Folgen, von denen sich die Russische Föderation und die anderen ehemaligen sowjetischen Republiken bis heute nicht erholt haben.

Ein solcher Kurs im westlichen Interesse führt nicht zu einer Verbesserung. Auch in der Ukraine wurde dieser Kurs seit dem Zerfall der Sowjetunion aufgegriffen und fortgeführt. Die einst auf höchstem Niveau industrialisierte Republik der UdSSR wurde ausverkauft. Das Leben der Bürger hat zur Verschlechterung geführt. Auch vom Zerfall und einem Bürgerkrieg wurde das Land nicht verschont. Zudem sei darauf hingewiesen, dass keine sozialen Demonstrationen – also Proste im Interesse des Volkes – geduldet werden. Stattdessen lässt man Faschisten gewähren, weil sie die Interessen der Oligarichie und der pro-westlichen Ideologie sichern.

Ergänzung 2:

+++ Strelkow – Verräter oder Held? +++

Anfangs wurde Igor Strelkow als Freiwilliger, Kommandeur und Kämpfer gegen das pro-westliche ukra-faschistische Regime gefeiert. Strelkow stellte sich als antifaschistischen Monarchen dar, der für die Interessen eines erstarken Russlands bzw. Imperiums kämpft. Er wurde als Held und Befreier wahrgenommen. Auch nach seinem Rücktritt und der Heimkehr in die Russische Föderation bedauerten seine ehemaligen Untergebenen diese Entscheidung.

Doch trotz aller Euphorie wurden seine Ansichten und Handlungen im Donbass nicht so in der Öffentlichkeit bekannt wie seine Selbstdarstellung. Es gibt beispielsweise die Versionen, dass Strelkow absichtlich Slawjansk samt Kriegsgerät und Munition den ukra-faschistischen Streitkräften überließ, obwohl er als Kommandeur die Kräfte dazu hatte, die Stadt zu verteidigen. Auch soll er vorgehabt haben, Donezk vollständig evakuieren zu lassen und somit es dem ukra-faschistischen Regime zu überlassen. Erst als ihm bewusst wurde, dass er für dieses Verbrechen vom Donbass-Widerstand zur Rechenschaft (z.B. Hinrichtung) gezogen werden kann, änderte er seine Meinung, Donezk zu evakuieren:
https://www.youtube.com/watch?v=P7YQ7t_hiQ4

2015 philosophierte Strelkow auf einem Youtube-Kanal über Faschismus. Seiner Ansicht nach ist Faschismus etwas Gutes – eine kooperative Gemeinschaft. Nazi-Deutschland war seiner Auffassung nach kein faschistisches, sondern ein nazistisches Regime. Nazismus hebt das „Übermenschsein“ hervor, bei dem das Blutrecht galt. Strelkows Gedanken über den Faschismus unterstreichen die Ideologie der russischen Monarchisten und Nationalisten: Faschismus!
https://www.youtube.com/watch?v=csL8jobBg4I&feature=youtu.be

Die in der Überschrift gestellte Frage lässt sich nun anhand der aufgeführten Beispiele und Analyse (Beitrag) einfacher beantworten: Verräter!

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Autor: Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine

Wir sind eine Gruppe von neun Privatpersonen unterschiedlicher Nationalitäten (Ukrainer, Russen, Tschetschenen, Griechen und Deutsche), die mit Familien und Freunden sowohl in der Ukraine als auch Russland in Verbindung stehen. Wir betreuen diese Seite in unserer Freizeit und geben durch die Beiträge unsere persönliche Sichtweise der Dinge wieder.

2 Kommentare zu “+++ Die Welt im Umbruch +++ WENDET DIE RUSSISCHE REGIERUNG GERADE IM VORAUS VON AUSSEN GELENKTE PUTSCH-TENDENZEN IM LAND AB? +++

  1. Sehr gute Zusammenstellung! Danke!

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