Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine

Wir sind eine Gruppe von neun Privatpersonen unterschiedlicher Nationalitäten (Ukrainer, Russen, Tschetschenen, Griechen und Deutsche), die mit Familien und Freunden sowohl in der Ukraine als auch Russland in Verbindung stehen. Wir betreuen diese Seite in unserer Freizeit und geben durch die Beiträge unsere persönliche Sichtweise der Dinge wieder.

+++ Nach Anfrage eines Lesers +++ ANALYSE ZUR LAGE IN DER UKRAINE UND DER UKRAINISCHEN WIRTSCHAFT +++ (Lage, Stand 29.06.2017)

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+++ Nach Anfrage eines Lesers +++ ANALYSE ZUR LAGE IN DER UKRAINE UND DER UKRAINISCHEN WIRTSCHAFT +++
Einer unserer Leser hat uns gebeten einige Fragen zur Lage in der Ukraine zu beantworten, aus unserer Sichtweise. Gerne beantworten wir seine Fragen, aus unserer Sicht und nach unserer Einschätzung. Ob es objektiv ist oder nicht, muss jeder für sich entscheiden und vergleichen.
+++ Frage-1: Wirtschaftliche Lage der Ukraine (ohne die Gebiete der DNR, LNR, Krim).
Antwort-1: Die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Ukraine unter dem Kiewer Regime (wir nennen die aktuelle Regierung so, aufgrund ihres Verhaltens) – ist mehr als nur schwierig, dazu trägt vorallem die aggressive und rechtsradikale Politik des Kiewer Regimes bei. Warum, erklären wir.
Der ehemalige (aktuell regimenahe!) Ex-Präsident der Ukraine, Leonid Kutchma, hat es am 22.06.17 auf den Punkt gebracht – dass die Ukraine (sprich das aktuelle Kiewer Regime) komplett die Wirtschaft des Landes “vergessen“ hat. Die Ukraine sei am Zerfallen. Das jährliche Staatsbudget besteht zu 70% aus Krediten, sprich geliehenem Geld. (Unser Beitrag: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=723694724488166&id=220982371426073)
Warum er recht hat – zeigen wir mit aktuellen Beispielen der Lage in der Ukraine auf:
1. Problem „stark wachsende“ Staatschulden.
Die Ukraine hat als Staat im vergangen Jahr 2016 rund 5,46 Milliarden $ an Staatschulden mehr aufgebaut (von 65,51 Mrd. $ 2015, auf 70,97 Mrd. $ 2016). Ende April 2017 waren es bereits 74,55 Mrd. $ und Ende Mai 2017 sogar bereits 74,68 Mrd. $ (ein Plus von 0,13 Mrd. $). Deshalb kann man annehmen, dass die Staatschulden der Ukraine Ende Juni 2017 irgendwo bei 74,81 Mrd. $ liegen werden. Gestartet wurde das Jahr mit 70,97 Mrd. $ Schulden. Das bedeutet, dass im ersten Halbjahr 2017 sich nicht nur die Tendenz bestätigt, sondern auch das Schuldentempo erhöht hat, nämlich um 3,84 Mrd. $ fürs 1.Halbjahr. Aufs Jahr hochgerechnet könnten es um die 7,68 Mrd. $ an Neuschulden im Jahr 2017 werden. Neuschulden im Jahr 2016 betrugen, wie oben beschrieben, noch rund 5,46 Mrd. $. Es werden mehr Staatschulden gemacht, um alte Schulden zu bedienen. In der Realwirtschaft und bei den Bürgern der Ukraine kommt das Geld aber nicht an. Es tut sich nix.
2. Problem des wachsenden Defizitis im Staatshaushalt, der immer älter werdenden Bevölkerung (mehr Rentner), des Rentenlochs, der Depopulation und der laufenden Deindustriealisierung.
Der vom Kiewer Regime & dem aktuell ukra-faschistisch dominierten Parlament der Ukraine beschlossene jährliche Staatshaushalt 2017, ist wie auch schon der von 2016 – stark defizitär.
Laut Poroschenkos Premier der Ukraine, Volodymir Groisman, verliert der ukrainische Staatshaushalt täglich rund 4 Milliarden Hrywnja (~5 Millionen $) aufgrund der Blockade des Donbass durch ukra-faschistische Söldner (mittlerweile „legalisierte“ Blockade vom Kiewer Regime), was es zur Ukraine-Blockade macht, da der Staatshaushalt der Ukraine auch so jährlich ein wachsendes Defizit aufweist. Groisman (Premier) ging nach seiner ersten Schätzung – dann noch weiter, und schätzte die Verluste im ukrainischen Staatshaushalt auf sogar 3,5 Milliarden $, im Zusammenhang mit der Donbass-Blockade, die sie ja auch selbst begonnen und legalisiert hatten.
Zudem wird Russland ab Ende 2018 / Anfang 2019 kein oder kaum mehr russisches Erdgas über die Ukraine in die EU exportieren, sondern überwiegend über die Nord-Stream-Pipelines 1+2 und die sog. Turkish-South-Stream-Pipeline. Das bedeutet wiederrum, dass dem ukrainischen Staatsbudget ab 2019 (bereits in 2 Jahren!) zwischen 1,5 – 2,5 Milliarden $ jährlich an leicht verdienten Transitgebühren fehlen werden.
Das aktuelle vom ukrainischen Parlament für das laufende Jahr 2017 eingerechnete jährliche Staatshaushaltsdefizit der Ukraine beträgt offiziell 2,66 Mrd. Euro (3,06 Mrd. $) – inoffiziell liegt es wohl bei bis zu 6,4 Mrd. Euro (7,36 Mrd. $) – wie einer der führenden ukrainischen Chef-Ökonomen, Andrej Nowak, vorrechnet. Seine Rechnung bezüglich des Haushaltsdefizits wird auch von den aktuellen Neuschuldenaufnahmen der Ukraine (siehe Staatsschulden-Zahlen oben) – belegt. Das wahre järhliche Haushaltsdefizit dürfte tatsächlich bei 7 bis 8 Milliarden $ für 2017 liegen. Hier unser Beitrag zu seiner Warnung und seiner Rechnung – vom 11.02.2017: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=655950824595890&id=220982371426073
+++ Ein Gedanke weiter – in das Jahr 2019:
Und wenn jetzt noch die 1,5 – 2,5 Milliarden $ an jährlichen Transitgebühren für russisches Gas in die EU „abhanden“ kommen, so wird das jährlice Haushaltsdefizit bei 8,5 – 10,5 Milliarden $ liegen. Quasi eine Bankrotterklärung, da das aktuelle BIP der Ukraine bei 90 Milliarden $ liegt, was bedeuten würde, dass die Ukraine jährlich 9,4 – 11,7 % des BIPs an Neuschulden machen müsste! Aktuell machen sie rund 8 – 8,5 % an Neuschulden pro Jahr. Selbst das ist bereits viel zu hoch und inur durch die Anti-Russland-Politik der EU & USA politisch motiviert „möglich“.
Wie lange noch – weiß keiner. Wer sich noch bereit erklären wird das in Zukunft immer weiter zu finanzieren, bleibt schleierhaft – wenn der IWF aktuell sogar von der Griechenland-Finanzierung abgesprungen ist. Wer wird das Fass ohne Boden immer weiter finanzieren wollen – Freiwillige vor.
Dazu unser Beitrag über den Forbes-Bericht darüber – vom 01.01.2017: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=636867099837596&id=220982371426073
Auch die Halbinsel Krim bezieht keinen Strom und kein Erdgas mehr von der Ukraine, womit den ukrianischen Gasversorgern bereits järhliche Einnahmen von bis zu 200 Millionen $ entgehen, denn soviel hatte Russland bisher an das Kiewer Regime (Ukraine) gezahlt, damit diese genug Gas auf die Krim leiten und die Menschen dort nicht erfrieren. Seit Ende 2016 ist die Krim gastechnisch aber auch stromtechnisch komplett unabhängig von der Ukraine. Unser Beitrag dazu vom 28.12.2016: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=635037276687245&id=22098237142607
Unser Bericht zur feierlichen Pipeline-Eröffnung auf der Krim – vom 27.12.2016:
Sollte Russland wie versprochen ab 2019 kein oder kaum mehr russisches Erdgas über die Ukraine nach Europa exportieren – bekommt das Kiewer Regime (wenn es bis dato noch an der Macht ist) noch ein großes Problem. Die Ukraine braucht die Einnahmen aus dem Gas-Transit von mindestens 30-35 Milliarden m³ pro Jahr – um seine GTS (Gas-Transit-System & Pipeline-Infrastruktur) überhaupt aufrecht erhalten zu können. Ohne das Geld – wird die Pipeline recht schnell zerfallen!
Die ukranische Pipeline-Infrastruktur ist nämlich ziemlich marode – wie es auch der Chef des deutsch-europäischen Konzerns Wintershall andeutete: „Es gibt nur einen Anbieter, der Europas wachsende Nachfrage bedienen kann: Russland“, so Wintershall-Chef Mario Mehren zum SPIEGEL. Die Sorgen der Ukraine will er nicht gelten lassen. „Es ist nicht unsere Aufgabe als Unternehmen, den Haushalt der Ukraine zu konsolidieren.“ Die Verbraucher in Europa hätten über Jahrzehnte Milliarden Transitgebühren bezahlt. Das Geld sei bedauerlicherweise „in der Ukraine überall hingeflossen – nur nicht in die Instandhaltung der Pipelines“.
Unser Beitrag über den Spiegel-Bericht vom 19.06.2017: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=722236357967336&id=220982371426073
+++ Laufende Depopulation: Es ist kein Geheimnis, dass mehr Ukrainer sterben als geboren werden. Jährlich verliert die Ukraine 185-250 Tausend Bürger – offiziell. Inoffiziell werden es wohl deutlich mehr sein. Weniger Bürger – bedeutet auch weniger Bürger die arbeiten und Steuern zahlen können, also geringere Steuereinnahmen über längere Sicht – und das bei wachsenden Staatschulden. Die Rechnung ist einfach und bitter. Die Perspektive – nicht gut.
Die ukrainische Soziologin Olga Schesler geht in ihren Schätzungen davon aus, dass in der Ukraine bereits heute gerade mal 24-25 Millionen Bürger dauerhaft leben, statt der propagierten 45 Mio.
Es handelt sich in der Ukraine gerade um die größte laufende Entvölkerung weltweit. Unsere Analyse vom 25.01.2017 dazu: https://www.facebook.com/220982371426073/photos/a.220998128091164.1073741828.220982371426073/648121485378824/?type=3
+++ Rentenloch: Dem ukrainischen Pensionsfonds fehlen jährlich ca. 5,5 Milliarden $ – und das Problem wird nicht weniger, sondern mehr, Jahr für Jahr – da die Ukraine an Bevölkerung verliert und die da sind – werden zunehmend älter, Jahr für Jar.
Volodimir Groisman, der aktuelle Ministerpräsident des Kiewer Regimes der Ukraine, hat bei der Versammlung des ukrainischen Ministerkabinetts verlauten lassen – dass der Ukraine unter dem Kiewer Regime große Probleme bevorstehen. Seiner Aussage nach klafft ein rieisiges Finanzierungsloch beim landeseigenen Pensionsfonds der Ukraine von rund 150 Milliarden Hrywnja (rund 5,5 Milliarden Euro) jährlich, und das bei einem Pensionsvolumen von insgesamt rund 260 Milliarden Hrywnja (rund 9,6 Milliarden Euro). Das Defizit liegt demnach bei über 57% der gesamten zu zahlenden Rentenzahlungen an die Rentner und Pensionäre der Ukraine.
Die Durchschnittsrente beträgt gerade weniger als 1.660 Hrywnja (61,5 Euro) monatlich. Rund 6.200.000 ukrainischer Rentner haben gerade mal Anspruch auf die Mindestrente von 1247 Hrywnja (46,2 Euro) monatlich. Somit bekommen 97,5 % der ukrainischen Rentner weniger als 4.000 Hrywnja (150 US-Dollar) – die von der UNO weltweit als Armutsgrenze festgelegt sind.
Die Lage ist nämlich die, dass die Ukraine monatlich dazu verpflichtet ist seinen 11.957.000 Rentnern – rund 19,80 Milliarden Hrywnja an Renten & Pensionszahlungen auszuzahlen. Somit nehmen die laufenden Rentenleistungen 1/3 aller Staatsausgaben des Kiewer Regimes ein. Den 12.000.000 ukrainischen Rentnern stehen gerade mal 10.000.000 steuerzahlende Arbeiter in der Ukraine gegenüber – und das bei einer alternden Gesellschaft und schrumpfenden Bevölkerungszahl.
Unterdessen will das Kiewer Regime kommendes Jahr weit über 130 Milliarden Hrywnja (rund 4,8 Milliarden Euro) in seine Regime-Armee & Rüstung stecken – so das neue Staatsbudget.
Unser Beitrag zum Rentenloch mit ukrainischen Quellen dazu – vom 28.12.2016: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=635125833345056&id=220982371426073
Dazu auch unser Beitrag vom 19.04.2017: Andrey Rewa, ukrainischer Minister für Soziales, hat im Interview des ukrainischen TV-Senders 112.ua verdeutlicht, dass das Rentensystem der Ukraine kurz vor dem Zusammenbruch stehe. Das jährliche Defizit im staatlichen Rentenfonds beträgt umgerechnet 5,2 – 5,5 Milliarden $, wo die Ukraine doch mit seiner Mindesrente von 46 $ (1247 Hrywnja) und der Durchschnittsrente von 67,5 $ (1823 Hrywnja) – das absolut niedrigste Rentenniveau in ganz Europa und teils auch der restlichen Welt hat. https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=692208714303434&id=220982371426073
+++ Wichtig: Und so haben die regimenahen ukrainischen Medien & Journalisten (wobei mehr Hetzer als Journalisten) eine Debatte in der Ukraine in Gang gesetzt, mit Vorschlägen, dass „man“ den ukrainischen Rentnern das Wahlrecht (Stimme bei Wahlen) entziehen sollte, weil sie dem Staat nur Geld kosten und keine Steuern zahlen, weshalb sie auch „kein Recht“ hätten über die Zukunft des Landes mitzuentscheiden. Ist das Faschismus? Ja sicher. (Hinweis: Dabei geht es jedoch nicht nur um das „Rentenloch“ und „fehlende Steuerzahlungen der Rentner“ – sondern vorallem auch um die Tatsache, dass die meisten älteren Menschen eher gegen Kriege sind, was dem Kiewer Regime nun mal nicht „schmeckt“ in ihrer Kriegshetze. Zudem sind alle ukrainischen Rentner sowjetisch erzogen – weshalb sie eher bereit sind für Parteien zu stimmen, die einen Ausgleich und Frieden mit Russland wollen, wenn solche vom Kiewer Regime überhaupt zugelassen werden zu den Wahlen.)
+++ Deindustriealisierung: In der Ukraine läuft die seit DDR- und Sowjetunionzeiten größte Deindustriealisierung in Europa. Eine Zwangs-Deindustrialisierung. Große und einst prächtig boomende Betriebe des Maschinenbaus, der Metallurgie, der Luft- und Raumfahrt werden auch auf Druck von der EU und des IWF schrittweise zusammengestampft, in Charkow, in Kiew, in Mariupol (Metall- und Stahlbetriebe), in Odessa das großen Hafenwerk. Es gibt Dutzende Beispiele. Wir zeigen einige auf.
a.) Das einst riesige und legendäre Charkower Traktoren-Werk (ХТЗ / XTZ), in dem einst Zehntausende Ukrainer in der Sowjetunion nicht nur Traktoren und Landmaschinen bauten, sondern auch Panzer und andere hochtechnologische Rüstungsgüter auf Weltniveau. Das war einmal.
c.) Flugzeuwerke in Charkow und Kiew (wie Antonow) – werden zwangsweise geschlossen oder „reduziert“:
3. Problem des fehlenden russischen Marktes (Absatzproblem).
Die ukrainische Wirtschaft hat aufgrund der aggressiven Politik des Kiewer Regimes gegenüber Russland – einen seiner größten Absatzmärkte verloren. Viele der heute in der Ukraine produzierten Produkte & Waren sind in der EU wenig konkurenzfähig, bis auf einige Bereiche der Agrarwirtschaft – wo die EU den ukrainischen Export durch Quoten „regelt“. Diese Quoten sind meistens nach wenigen Wochen und Monaten des Jahresbeginns aufgebraucht. Der großen Markt Russland fehlt aber – auch wenn immer noch nach Russland gehandelt wird, trotz der Hetze und der Propaganda. Überall auf der Welt reißen sich internationale Produzenten um neue und vorallem große Absatzmärkte, während die Ukraine ihre starken und traditionell guten Positionen im großen russischen Absatzmarkt aufgrund des politischen Irrsinns des Kiewer Regimes „freiwillig“ geräumt hat. In Russland mangelt es aber in der Zeit an nichts, was bedeutet, dass der „ukrainische Platz“ durch heimische und andere ausländische Lieferanten „besetzt“ wurde. Poroschenko gab selbst zu, dass der Ukraine durch den fehlenden russischen Markt bis zu 15 Mrd. $ entgehen.
Quelle – Poroschenko bestätigt Verlust von 15 Mrd. $ für die Ukraine: http://tass.ru/ekonomika/3597539
Man hört aktuell auch nicht von irgendwelchen Betrieben aus der EU oder Deutschland – die in der Ukraine aktiv neue Fabriken errichten würden oder ihre bisherigen Kapzitäten erweitern wollen, denn genau dass sind die sog. Auslandsinvestitionen, während viele Betriebe aus der EU (auch aus Deutschland) aktuell verstärkt in Russland neue Fabriken und neue Produktionskapazitäten bauen (siehe Mercedes Benz, BMW, Claas, Henkel, ThyssenKrupp usw.) – und genau das bringt neue Technologien & Investionen ins Land – und viele neue Arbeitspätze.
4. Problem der hohen Militärausgaben und des Kriegs des Kiewer Regimes im Donbass.
Für das laufende Jahr 2017 hat das an sich „insolvente“ Kiewer Regime weit über 130 Milliarden Hrywnja (~ 4,8 Milliarden Euro oder 5,5 Milliarden $) für Militäraufrüstung und den Krieg im Donbass eingeplant – laut Staatshaushalt. 5,5 Miliarden $ Militärbudget sind über 6,1 % des BIP – und das bei einem Staatshaushaltsdefizit von 7-8 Milliarden $ jährlich. Ein Krieg auf Pump.
PS: Wir betrachten hierbei nur die Zahlen und die wirtschaftlichen Aspekte. Hinzu kommen eigentlich die vielen zerstörten Schicksale von Menschen im Donbass, die Zehntausenden getöteten Zivilisten und hunderttausende zerstörte Häuser & Wohnungen. Das Kiewer Regime lässt seine blutigen Truppen bis heute weiterhin täglich auf Wohnorte & Städte im Donbass mit schwerer Artillerie schießen – und die Welt schaut weg!
5. Problem der irrsinnigen „Blockade“ der Volksrepubliken im Donbass.
So wurden jährlich Milliarden an Steuergeldern aus dem Gebiet der Volksrepubliken Donezk und Lugansk nicht an die Volksrepubliken, sondern an Kiew gezahlt. Diese Steuergelder betrugen 31 bis 50 Milliarden Hrywnja – jährlich. In US-Dollar betrug die Summe 1,1 bis 1,8 Milliarden $ – was bis zu 15% der gesamten Fremdwährungseinnahmen der gesamten Ukraine bedeutet hatte. Wie die Ukraine, sprich das Kiewer Regime, an „ausgleichende“ Währungzuflüsse kommen will, ist unklar. Eine Strategie ist nicht zu erkennen.
Normalerweise müsste die Landeswährung Hrywnja beginnen zu „hüpfen“ oder gar zu „galoppieren“. Das passiert aber ausschließlich deshalb nicht, da ein großer Teil der IWF-Kredite in die Währungs- und Goldreserven (Ausgleichsreserven) der ukrainischen Zentralbank gehen – die wiederrum für die „Stabilität“ der Landeswährung aufgewendet werden. Die ukrainische Währung hat um das 3,5 fache abgewertet seit 2014 (seit dem Maidan-Putsch) – und wertet nur wegen den IWF-Krediten an die ukrainische Zentralbank nicht weiter ab. Beim ukrainischen Bürger kommt von den IWF-Krediten aber nichts an, außer dass die Bürger mehr Steuern werden zahlen müssen, über kurz oder lang, denn der IWF will ja sein Geld pünktlich zurück haben – mit Zinsen.
Der ukrainische regimenahe Milliardär Taruta im ukrainischen TV: „Die Blockade des Donbass [durch ukra-faschistische Söldner] schadet der Ukraine massiver als dem Donbass. In 2 Monaten kracht die komplette Wirtschaft der Ukraine ein – und jeder Ukrainer wird es an sich spüren. Im Staatshaushalt wird es für alles kein Geld mehr geben. Die Industrie-Union des Donbass hat alleine vom 13.02 bis 06.03 – über 55,7 Millionen $ an Einnahmen verloren. Das ist ein Verlust von 2,53 Millionen $ pro Tag – allein innerhalb dieser Union.“
6. Problem im „Energetischen Bereich“ der Ukraine (Versorgungsengpässe bei Kohle & Erdgas).
Hinzu kommt durch die eigens „gewähte“ Anti-Donbass-Blockade des Kiewer Regimes, dass der Ukraine und ihren Kohlekraftwerken die Donbass-Kohle fehlt. Seit Monaten läuft der sog. „Energetische Notstand“ in der Ukraine, dass das Kiewer Regime ausgerufen hat, um Kohle-Reserven einzusparen. In vielen Regionen und Städten der Ukraine wird der Strom mehrere Stunden pro Tag – in anderen mehrere Stunden pro Woche abgestellt. In Kiew hat die halbe Stadt über den Sommer hinweg kein warmes Wasser, u.a. augrund von nicht bezahlter Rechnungen.
Dazu muss man auch wissen, dass die Ukraine (Kiewer Regime) bis zu 3,5 Millionen Tonnen „Anthrazit“ (Kohle des Donbass) vom Donbass-Widerstand der DNR & LNR für 60 Dollar / Tonne einkaufte – im Wert von ~610 Mio. US-Dollar (im Äquivalent). „Alternative“ Steinkohle aus den Weiten der restlichen Welt kann das Kiewer Regime nur nach der „Rotterdamer Preisformel“ erwerben, und die ist doppelt so hoch wie der Preis der Donbass-Steinkohle. Somit müsste das Kiewer Regime schon 1,22 Milliarden Dollar aufwenden – zuzüglich deutlich höherer Transportkosten. Der von Poroschenko initiierte kurze Besuch Trumps in Washington letzte Woche – handelte u.a. auch über Kohle-Lieferungen aus Pennsylvania in die Ukraine. Dass die Kohle aus dem fernen Pennsylvania nicht billiger, sondern viel teurer sein wird, als die Kohle aus dem anliegenden Donbass – ist sicher jedem klar, schließlich wird sie auf Schiffen Tausende Kilometer weit transportiert, um anschließend in Häfen umgeladen zu werden. Das kostet alles Geld.
+++ Ein Auszug aus dem „Energetischen Notstand“:
Die beiden großen Wärmekraftwerke Pridneprovskaya TES“ (mit 1765 Megawatt Leistung, Versorgung von Dnepropetrowsk) und die „Tripolskaya TES“ (mit 2000 Megawatt Leistung größtes Kraftwerk der Region Kiew) – haben heute ihre Arbeit eingestellt. Morgen soll die „Zmievskaya TES“, die mit 2200 Megawatt Leistung, die die Regionen Charkow, Sumy und Poltawa versorgt, stehenbleiben.
Der Grund dafür: Mangel an „Anthrazit“-Steinkohle-Reserven – aufgrund der ukra-faschistischen Söldner-Blockade des Donbass, die die Züge mit Steinkohle aus dem Donbass nicht mehr in die Ukraine durchlassen. Ein Schuss ins eigene Knie. Aktuell können andere Wärme- und Kernkraftwerke die Ausfälle ausgleichen, doch wie lange noch, vorallem wenn das sog. Stromverbrauchmaximum wie gewohnt im Sommer anfällt und es bisweilen nicht klar ist, wie lange die AKWs überhaupt noch auf Voll-Leistung fahren können. Das Kiewer Regime „verspricht“ Ersatzkohle aus Südafrika, USA oder Australien einkaufen zu wollen, dass aber durch weite Transportwege doppelt so teuer je Tonne ist und dazu die „Deals“ im 90-Tage-Rhytmus im Voraus abgeschlossen hätten sein müssen, und bis heute noch nicht sind. Hinzu kommt, dass viele Experten davon ausgehen, dass Kohle aus Südafrika, USA und Australien gar nicht für die Kraftwerke passt. Eine technische Umstellung ist sehr teuer und bis heute nicht vollzogen worden, da der Ukraine unter dem Kiewer Regime das Geld fehlt.
+++ Stehenbleiben von Metallurgie-Betrieben der Ukraine:
Am 31.03.2017 hat die große Metallfabrik „Dneprovskiy Metall-Kombinat“ in der ukrainischen 240.000-Einwohner Stadt Kamenskoe nahe der Millionenstadt Dnepropetrowsk – ihre Arbeit angestellt. Das Werk ist fast zu 100% von Koks und Rohstoffen aus der Stadt Alchewsk in der Volksrepublik Lugansk (LNR) abhängig. Die Lieferungen aus der DNR und LNR werden aber seit dem 25.01.17 durch eigenmächtige ukra-faschistische Söldner blockiert. Zudem hat sich mittlerweile auch Poroschenkos ohnmächtiges Kiewer Regime dem Druck der irrsinnigen und für die ukrainische Wirtschaft suizidale Söldner-Blockade gefügt und diese nun per Erlass „legalisiert“.
Die Metallfabrik „Dneprovskiy Metall-Kombinat“ beschäftigt über 10.500 Mitarbeiter, produziert überwiegend für den Export 150.000-200.000 Tonnen Metallwaren (Dollar-Fremdwährungseeinahmen) und stellt 50% aller Steuerabgaben in das Budget der ukrainischen 240.000-Einwohner Stadt Kamenskoe. Das Werk steht nun still. Alle Mitarbeiter kommen zwar noch zur Arbeit – erledigen jedoch nur Reparaturarbeiten oder Kehren das große Werksgelände. Wenn die ukra-faschistische Söldner-Blockade des Donbass weitergeht – so werden fast alle 10.500 Mitarbeiter recht bald arbeitslos. Kompletten Monatslohn gibt es lediglich für den Februar.
+++ Engpäasse im Bereich „Erdgas“:
Zudem hat die Ukraine in dem vergangenen und recht kalten Winter fast ihre kompletten Gas-Reserven von rund 14,5 Milliarden m³ aufgebraucht, wo die Ukraine normalerweise mindestens 17-18 Milliarden m³ benötigt, um normal gastechnisch wirtschaften zu können. Die 14,5 statt 17-18 konnte nur erreicht werden, weil das Kiewer Regime anordnete die Minimaltemperatur in den Heizungen der ukrainischen Haushalte auf bis zu 15 Grad herunter zu drehen, mit den Folgen, dass bei vielen Haushalten in der Ukraine die Heizungen nur lauwarm werden, trotz Kälte draußen.
Es bedeutet aber auch, dass das Kiewer Regime für die Ukraine für den kommenden Winter rund 14 Milliarden m³ Gas einkaufen muss – und wie propagiert kein „russisches“ Gas. Also wird man aus Europa „russisches“ Gas beziehen, was auf dem Papier „europäisches“ Gas heißt, nur etwas teurer. Wer das aber bezahlen soll und wird – ist in Kiew bis heute nicht klar, und so wird Poroschenko wohl wieder nach Berlin, Brüssel und Washington (IWF, USA) reisen und betteln, da 14 Milliarden m³ Erdgas aktuell irgendwo 2,8 bis 3,0 Milliarden $ kosten. Die Ukraine hat dieses Geld nicht. Es hat auch die letzten 3 Jahre alle Gas-Käufe durch Kredite (von EU, IWF) finanziert, und so wird es auch diesen Winter wohl nicht anders sein – nur dass die Ukraine dieses Jahr mehr Geld braucht. Und zwar deutlich mehr. Wenn es die letzten Jahre immer irgendwo 0,5-0,6 Mrd. Euro waren, die sie als „Zugabe“ brauchten, dürften es dieses Jahr 1,5-3 Milliarden $ werden. Wer zahlt die Zeche?
Hier unser Beitrag vom 14.02.2017 – über den während der kalten Monate rasant angewachsenen Erdgas-Verbrauchs der Ukraine im Winter 2016 / 2017, die auch verdeutlichen wie es auch im kommenden Winter 2017 / 2018 werden kann, wenn das Kiewer Regime erneut versucht eine „Minimalistenrechnung“ einschlägt: https://www.facebook.com/220982371426073/photos/a.220998128091164.1073741828.220982371426073/657343294456643/?type=3
7. Problem des maroden ukrainischen Bankensektors.
Zwar hat das Kiewer Regime auf seine Russophobie-“Welle“ (von Außen gesteuert) praktisch alle russischen Banken und Banken mit russischem Kapital aus dem ukrainischen Markt gedrängt, durch Übergriffe von ukrainischen Nazis und seinen Verboten – ist es recht unklar was im ukrainischen Bankensektor weiter passiert. Zwar verschaffte diese Hassaktion einigen ukrainischen und ausländischen Banken etwas mehr Luft, da Marktanteile frei wurden und das Geld der Ukrainer in andere Banken in der Ukraine wanderte – dennoch geht dieser Hassaktion die Luft aus. Seit dem fließt auch so gut wie kein Investitionsgeld aus Russland in den ukrainischen Bankensektor. Rund 25% der gesamten Neuinvestitionen (Kapitalisierung) des ukrainischen Bankensektors kam aus Russland – und jetzt nicht mehr. Ob europäische Banken deutlich mehr Geld in die Ukraien pumpen werden, um Russlands fehlende Kapitalisierung „auszugleichen“ – ist eher unwahrscheinlich und bis heute nicht erkennbar.
Wir erinnern daran, dass russische Banken seit Jahrzehnten traditionell sehr aktiv in der Ukraine waren – und 4 der Top-15-Banken der Ukraine stellen, und damit rund 20% des Bankenmarktes einnehmen. Sie halten Aktiva (u.a. Spar- und Geldeinlagen) in Höhe von rund 200 Milliarden Hrywnja (~6,5 Milliarden Euro). Sie betreiben dabei rund rund 450 Bankfilialen und beschäftigen bis zu 5.000 Ukrainer.
Zudem drücken die vom ukrainischen Staat (und Zentralbank) übernommenen Schulden der bankrotten Privatbank (vom Maidan-Finanzierer & Terror-Oligarchen Kolomoisky). Der Hickhack bei der zwangsweise im Winter 2016/2017 verstaatlichten größten privaten ukrainischen Bank – geht unvermindert weiter. Aktuell ist der Bankchef Schlapak überraschend zurückgetreten. Zudem wurde vor wenigen Tagen auch bekannt, dass die bisherige Garantien der ukrainischen Zentralbank an die bankrotte Bank „Privat“ nicht ausreichen – und dringend nachkapitalisiert werden muss. Die Rede ist von Hunderten weiteren Millionen Dollar, die notwendig sein werden – demnächst. Laut einigen ukrainischen Medien geht es sogar um eine Dekapitalisierung in Höhe von 38,5 Milliarden Hrywnja – sprich rund 1,3 Milliarden Euro oder rund 1,5 Milliarden Dollar.
Ohne die Stützung der „Europäischen Bank für Wideraufbau und Entwicklung“ – wäre nicht nur die besagte „Privatbank“, sondern das Banksystem der Ukraine gewiss längst zusammengebrochen. Wie es dort weitergeht und wer Hunderte weitere Millionen $ als Garantie bereitstellt – ist unklar!
+++ Frage-2: Kann ein Westberlin-2 aus der Ukraine werden und so zur Destabilisierung Russlands und der Volksrepubliken beitragen?
Natürlich ist das möglich, wie so ziemlich alles grundsätzlich möglich ist. Aber es sieht nicht danach aus, bei weitem nicht – weil das Kiewer Regime der Ukraine mehr neue Probleme politischer und wirtschaftlicher „beschert“ – als löst. Siehe unsere Beispiele der von ihnen künstlich und auf ihrer nationalistisch-faschistischen „Welle“ verursachten Probleme.
Zudem hat Russland die immensen anti-russischen Sanktionen der EU & USA gegen die eigene Wirtschaft gut gelöst und überstanden. Trotz aller Schwierigkeiten – ist das Lebens- und Lohnniveau eines Durchschnitts-Russen (23.790 KKP-Dollar pro Kopf, 2015) kaufkraftbereinigt (KKP) rund 3,05 mal höher ist wie das eines Durchschnitts-Ukrainers (7.810 KKP-Dollar, 2015), weshalb seit vielen Jahren auch zwischen 2-4 Millionen Ukrainer jährlich nach Russland fahren, um dort als Gastarbeiter Geld zu verdienen und damit u.a. ihre Familien in der Ukraine zu versorgen.
Die in Russland arbeitenden ukrainischen Gastarbeiter verdienten 2015 noch rund 5 Milliarden $ in Russland – Unser Beitrag dazu vom 01.03.2017: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=664451873745785&id=220982371426073
Man muss dazu auch wissen, dass das im „Westen“ medial „gerne“ schlecht dargestellte Russland in Wahrheit gar nicht so „schlecht“ dasteht, wie das die westlichen Medien und Politker gerne sehen würden und mit ihren anti-russischen Sanktionen gerne erreichen wollten. Russland ist ein in sich autarkes Land – und hat nicht nur genügend Rohstoffe, sondern auch Agrar-Fähigkeiten und Know-How im technischen Bereich (siehe militärische Entwicklungen, Luft- und Raumfahrt), die dem Land ein eigenständiges und unabhängiges Leben außerhalb des Sanktionsdrucks erlaubt – vorausgesetzt wenn in Moskau kluge Leute an der Macht sitzen.
Beispiele für Erfolge in Russland – seit dem „Sanktionskrieg“.
Die Russische Föderation ist seit mehreren Jahren Export-Weltmeister in Sachen Weizen – mit 22,5 Mio. Tonnen exportierten Weizens. Man kann also seine Bevölkerung autark mit „Brot“ versorgen und dazu auch noch beim Export Geld zu verdienen. Selbst die Sowjetunion war ein Weizen-Importeur.
Russlands Einfuhrsperre für EU-Lebensmittel und die Rubelkrise kurbeln den Aufschwung der russischen Landwirtschaft an. Zum ersten Mal verdient das Land mit Agrarexporten mehr als mit Waffenverkäufen. Hier unser Beitrag zum Spiegel-Bericht – vom 04.09.2016: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=576000189257621&id=220982371426073
Finanztechnisch schaftt es Russland, trotz westlicher Sanktionen und niedrigem Öl-Preis, so viel Gold zu erwerben und als Sicherheitspolster anzulgegen, wie in dem Tempo kein anderes Land. Die Russische Föderation hat aktuell mehr Gold & Währungen in Reserve – wie die Sowjetunion zu ihren besten Zeiten nicht hatte. Das ermöglicht der russischen Zentralbank z.B. gegen Angriffe auf den Rubel gewappnet zu sein und die Landeswährung stabil zu halten, wenn es drauf ankommt.
Das und auch andere Entwicklungen in der russischen Wirtschaft zeigen – dass sich der russische Staatshaushalt von der Öl-Abhängigkeit löst, die als die größte Schwäche der russischen Wirtschaft galt. Es sind zwar keine schnellen Schritte, aber die richtigen und in die richtige Richtung.
Der Handel zwischen Deutschland und Russland rappelt sich wieder auf – und „boomt“. Hier ein Bericht – vom 04.05.2017: https://www.facebook.com/220982371426073/photos/a.220998128091164.1073741828.220982371426073/700439550147017
Die Entwicklung war bereits letztes Jahr abzusehen. Hier unser Beitrag – vom 25.10.2016:
Bereits in 13 Jahren! Laut einer Studie des unabhängigen britischen Consulting-Unternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) wird Russland bis 2030 Deutschland als größte Wirtschaftskraft Europas ablösen. (Bericht vom 17.02.2017)
+++ Somit – lässt diese Entwicklung in Russland und auch der Ukraine nicht darauf schließen, dass die Ukraine zu einem zweiten „Westberlin“ wird – um Russland dann den Rang abzulaufen und der russische Bevölkerung als „positives Beispiel westlicher Intergration“ zu dienen. Es sieht auch nicht danach aus, dass die EU das Ziel hat die Ukraine wohlhabend zu machen, denn das müssten die Ukrainer schon selbst tun. Und die USA schon mal gar nicht, siehe „America first“ und den Staaten denne sie „helfen“, wie Afghanistan & Co. Warum sollten sie dies bei der Ukraine dann tun?
Schließlich hat es die EU noch in keinem Staat Ost- oder Südeuropas geschafft – eine gut funktionieren blühende Volkswirtschaft zu erreichen, wobei es auch wohl nie das Ziel war. Siehe die immensen Probleme in den EU-Staaten wie Griechenland, Zypern, Italien, Spanien, Portugal – aber auch in den osteuropäischen Staaten wie Rumänien und Bulgarien. Selbst die Lage in Polen und dem Baltikum kann nicht so beeindruckend toll sein, wenn Millionen polnischer, estnischer, lettischer und litauischer Bürger ins „Wirtschaftsexil“ nach Deutschland, Großbritannien oder die Niederlande ziehen müssen, um dort anständig zu verdienen. Die Russen arbeiten in Russland.
Viel mehr war diese Wanderung von fähigen aber billigen Arbeitskräften ja auch das primäre Ziel.
Und genau dieses Ziel scheint die EU im Interesse von europäischen Konzernen auch in der Ukraine zu verfolgen, über kurz oder lang. Denn ein Staat mit 40 Millionen Bürgern wie die Ukraine kann ohne Industrie (siehe oben der Punkt mit der Deindustriealisierung) und nur mit Dienstleistung oder Landwirtschaft – wirtschaften, sprich den vielen Bürgern genug gute Arbeitsplätze ermöglichen. Daher ist der IWF- und EU-gewollte Kurs des Kiewer Regimes in der Ukraine für die ukrainische Bevölkerung – destruktiv und suizidär.
PS: Es gibt immer wieder Stimmen, dass die Ukraien einen „Marschallplan“ benötigt. Ein solcher Marschallplan ist für die Ukraine nicht erkennbar, da die meisten westlichen Staaten selbst in einer Schulden- und Konjunkturfalle stecken. Zudem hatte Deutschland vor dem 2.Weltkrieg eine ausgeprägte Industrie, die nach dem Krieg nur aufgebaut werden musste. Die Ukriane wird gerade Deidustrialisiert und hat so eine ausgeprägte Industrie & Gewerbe erst gar nicht.
Die nach den „Marschall-Milliarden“ von deutschen Betrieben produzierten Waren & Produkte waren nach dem 2.Weltkrieg sehr gefragt, da die meisten Menschen in Europa durch die Kriegszerstörungen wenig bis gar nichts mehr hatten, und so zu sagen, alles neu brauchten. Die Unternehmen wurden ihre neu produzierten Waren schnell los – was die Rückzahlungen des „Marschall-Milliarden“ rasch ermöglichte und genau zielte die Strategie ab. Es ist ein anderer Wirtschaftszyklus in dem sich die Welt damals nach dem Krieg befand. Unsere Welt heute – hat alles, alles im Überfluss. Für jedes noch so ausgefallene Produkt gibt es ein Hundert Anbieter und Hersteller. Der Markt heute – ist überssättigt. Ukrainische Produkte könnten nach so einem „Marschall-Plan“ in der Welt gar nicht bis nur sehr langsam abgesetzt werden. In so eine Phase wird man keine Hunderte Milliarden stecken. Zudem werden die westlichen Konzerne sich ganz sicher nicht selbst Konkurenz aufbauen. Die sind doch nicht dämlich. Heute befindet man sich in einem übersättigten Wirtschaftszyklus – bei dem man sich um Absatzmärkte und billige (noch billigere!) Arbeitskräfte benötigt.
Dabei ist die Ukraine nicht als Absatzmarkt interessant gewesen – sondern als Übergangsstation und Hintertür zum „zollfreien“ Absatzmarkt Russland, da die Ukraine mit Russland zollfrei handeln durfte, bis zuletzt. Genau das war die Intention des EU-Assoziierungsabkommens. Die Hintertür nach Russland – und diese Hintertür hat die russische Regierung zugemacht, um die heimischen Produzenten nicht von hochsubventionierten, alteingesäßenen, kapitalstarken und technisch-fortgeschrittenen Betrieben Westeuropas überrennen zu lassen. Die zweite Intention des EU-Abkommens waren und sind billige ukrainische Tagelöhner für EU-Betriebe. Zwar erlaubt die aktuelle „Visafreiheit“ der EU mit der Ukraine nur Tourismus – dennoch wird das mit den billigen Arbeitskräften über kurz oder lang kommen. Möglicherweise wird es auch einige EU-Betriebe in die Ukraine mit ihren Filialen ziehen, aber nur um die „teurer werdenden“ Slowaken, Rumänen oder Bulgaren abzulösen, was den Ukrainern über Jahrzehnte keine hohen Löhne bringt.
+++ Frage-3: Wie schätzen Sie die Entwicklung in den nächsten 5-10 Jahren ein?
Die Lage in 5-10 Jahren ist natürlich sehr schwer abzuschätzen, da man heute gar nicht weiß ob das Kiewer Regime in der Ukraine an der Macht ist oder nicht. Es ist anzunehmen, dass das Kiewer Regime spätestens zu den Präsidentschaftswahlen im Sommer 2019 zerfällt, ohne das Eingreifen Russlands. Regime-Präsident Poroschenko konzentriert immer mehr Macht (zumindest auf dem Papier) in seinen Händen und treibt die Gleichschaltung immer weiter voran, während immer mehr Bürger der Ukraine mit ihm unzufrieden sind. Seine Wiederwahlchanen tendieren gegen Null, wie auch seine Popularitätswerte laut Umfragen durch unabhängige Umfrageinstitute. Damit ist ein Wiederwahl für Poroschenko auf normalem Wege praktisch ausgeschlossen, und er weiß das.
+++ Poroschenko kann nach 2019 – also nur an der Macht bleiben, wenn er:
a.) den Kriegszustand ausruft, aus dem Friedensabkommen von Minsk-2 aussteigt und Krieg führt – da ihm dann das Gesetz (formell!) erlauben würde die Wahlen auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Dabei besteht für ihn die hohe Wahrscheinlichkeit den Krieg und „Kopf“ zu verlieren, da weder die EU, noch die USA oder die NATO wird das Kiewer Regime mit eigenen Verbänden im Krieg gegen Russland unterstützen, da es nichts anderes als einen atomaren 3.Weltkrieg auslösen würde.
Daher ist der Krieg des Kiewer Regimes gegen die Volksrepubliken und gegen Russland – nur auf „eigenes Risiko“ möglich. Unter Zugzwang – ist dieser Schritt aber sehr wahrscheinlich, denn er findet im Donbass (auch wenn lokal) aber dennoch blutig auch heute schon statt! Beim Ausrufen des Kriegszustands – muss das Kiewer Regime jedoch einen Kriegsgegner benennen. Russland. Damit würde Russland der Krieg erklärt werden – und die Möglichkeit auch international argumentativ – sich dagegen zu wehren. Was weiter passieren wird – weiß keiner.
b.) Das Kiewer Regime alle oppositionellen Parteien und Strömungen „verbietet“ – woran es seit Jahren auch arbeitet, damit es nur noch regimekonforme Parteien gibt, die Poroschenko oder sein Kiewer Regime an der Macht lassen. Denn wenn es keine „Konkurenz“ gibt, können die Ukrainer auch nur „ihn“ wählen. Ist das eine Gleichschaltung und Faschismus? Ja – sicher. Doch die EU schweigt dazu fast komplett und durchgehen – was dieses Szenario als wahrscheinlich zeigt. Dazu würde jedoch wohl von den ukrainischen Nazi-Gruppen wie „Rechter Sektor“ und „Asow“ gestürzt werden – deren Machtergreifung man in der EU wohl kaum akzeptieren wird. Dieser Putsch wird es auch Russland erlauben in der Ukraine für „Ordnung“ zu schaffen, und die an die Macht gelangten ukrainischen Nazis wieder zu entmachten.
c.) Da die ganzen oben aufgelisteten Probleme der Ukraine (Punkt 1-7) vom Kiewer Regime selbst künstlich („Russophobie-Welle“) und eigenhändig geschaffen worden sind (Krieg im Donbass, Verlust der Krim, IWF-Kreditabhängigkeit, massive Neuschulden-Aufnahme, Verlust des russischen Absatzmarktes, kein günstiges „russisches Gas“ mehr, keine russischen „Gas-Transit-Milliarden“, Donbass-Blockade und keine „Donbass-Kohle“ mehr,) – oder zumindest weiter verstärkt werden (wie „Rentenloch“ und „Entvölkerung“) – kommen wir zu dem finalen Schlusspunkt, dass sich die ukrainische Wirtschaft mit dem blutigen spalterischen Kiewer Regime bis auf weiteres nicht erholen kann. Das Problem der ukrainischen Wirtschaft – ist das russophobe und aggressiv nationalistische Kiewer Regime.
d.) Fazit: Ohne die „Hilfen“, sprich Kreditgelder und Kreditgarantien der EU, der USA, des IWF und auch Deutschlands – ist der Staat Ukraine unter dem Kiewer Regime wirtschaftlich und finanztechnisch nicht überlebensfähig. Sollte kein Geld mehr fließen – bricht das Kiewer Regime und sein Staatshaushalt in kürzester Zeit in sich zusammen.
e.) Die Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DNR, LNR) werden in diesem blutigen „eingefrorenem Konflikt“ zunächst einmal verharren müssen – um die weitere Entwicklung in Kiew und den wahrscheinlichen Machtverteilungskämpfen bis zum Jahr 2019 abzuwarten. Russland wird die Menschen im Donbass weiterhin humanitär und politisch unterstützen – wie das der russische Präsident Wladimir Putin vor wenigen Tagen der Presse verdeutlichte. Hier unser Beitrag zu Putins Worten – vom 15.06.2017: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=720490408141931&id=220982371426073
Das bedeutet, dass die Dokumente der DNR & LNR anerkannt sind – und die Menschen & Betriebe somit nach Russland fahren, in Russland legal arbeiten und mit Russland legal Handel treiben können. Den jungen Donbass-Bürgern & Jugendlichen ist es möglich legal in Russland zu studieren, aber auch dass ihre Diplome der DNR & LNR in Russland anerkannt sind.
Die Volksrepubliken werden sich auf dem Weg in ihre Unabhängigkeit und Freiheit noch etwas gedulden müssen, so hart und zynisch es auch klingen mag – bis der Tag-X in Kiew kommt. Und er wird kommen. Wie er kommen wird, von wem gegen wen, und vorallem wann genau – bleibt für alle, oder zumindest für uns, weiter offen!
+++ WIR EMPFEHLEN +++ Zu der Thematik der wirtschaftlichen Entwicklung in der Ukraine in den letzen 25 Jahren – empfehlen wir auch unsere ausführliche Analyse vom 25.08.2016. Was hat die Ukraine in den 25 Jahren ihrer „Unabhängigkeit“ alles erreicht und was gewonnen?
… Hier auch der Link zu dieser Analyse auf unserer Facebook-Seite:
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Autor: Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine

Wir sind eine Gruppe von neun Privatpersonen unterschiedlicher Nationalitäten (Ukrainer, Russen, Tschetschenen, Griechen und Deutsche), die mit Familien und Freunden sowohl in der Ukraine als auch Russland in Verbindung stehen. Wir betreuen diese Seite in unserer Freizeit und geben durch die Beiträge unsere persönliche Sichtweise der Dinge wieder.

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