Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine

Wir sind eine Gruppe von neun Privatpersonen unterschiedlicher Nationalitäten (Ukrainer, Russen, Tschetschenen, Griechen und Deutsche), die mit Familien und Freunden sowohl in der Ukraine als auch Russland in Verbindung stehen. Wir betreuen diese Seite in unserer Freizeit und geben durch die Beiträge unsere persönliche Sichtweise der Dinge wieder.


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+++ 4. September 2016: Britisches Unterhaus veröffentlicht Ergebnisse der Prüfung des Libyeneinsatzes Großbritanniens +++

+++ Fazit: Gründe für Einführung der „Flugverbotszone“ basierten fast vollständig auf Lügen! +++Und nun sollen wir ihnen auch nur ein Wort über Syrien glauben? +++

Originalveröffentlichung des House of Commons

Das Englische Unterhaus hat am 4. September 2016 die Ergebnisse der Prüfung des Libyeneinsatzes Großbritanniens  veröffentlicht. Darin wird festgestellt, dass die Informationen, die zur Verabschiedung der Resolution 1973 führten, die auch von GB unterstützt wurde, fast vollständig auf Lügen und interessengeleiteten Angaben basierten. Insbesondere Frankreich wird darin ein Großteil der Verantwortung dafür zugeschoben (GB und USA dabei reinwaschend).

Der damalige französische Außenminister Alain Juppé behauptete in seinen Ausführungen zum Resolutionsantrag: „ Die Situation am Boden ist alarmierender denn je durch die gewaltsame Rückeroberung der Städte […] Uns bleibt nur wenig Zeit, vielleicht ist es nur eine Frage von Stunden…“  Nachfolgende Analysen legen nahe, dass die Bedrohung für Zivilisten öffentlich übertrieben wurde und die Rückeroberung der Städte keine Massen an Opfern unter Zivilisten forderte.

Im französischen Exil lebende Libyer, die in Opposition zur libyschen Regierung standen und gemeinsam mit dem französischen intellektuellen Establishment einen Regimechange in Libyen erreichen wollten, befeuerten die Angst vor einem möglichen Massaker in Bengasi.

Zu den politischen Motiven Frankreichs werden französische Geheimdienstmitarbeiter zitiert. Diesen zufolge wurde Frankreichs Präsident Sarkozy von folgenden Motiven angetrieben:

  1. der Wunsch, einen größeren Anteil an der Libyschen Ölproduktion zu gewinnen,
  2. Erhöhung des französischen Einflusses in Nordafrika,
  3. Verbesserung seiner innenpolitischen Situation in Frankreich,
  4. dem Französisch Militär die Möglichkeit zu geben, seine Position in der Welt wieder zu behaupten
  5. die Sorge seiner Berater über Gaddafis Plan, Frankreich als dominante Macht im frankophonen Afrika zu ersetzen.

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Zur Beweisgrundlage „Geheimdienste“ kann man zusammenfassen, dass es so gut wie keine gab. Wer Akteure waren, Stammesstrukturen, die historische und regionale Komplexität Libyens, wurde nicht beachtet. Warum kämpften in einem Land mit 6 Millionen Einwohnern etwa 15.000 „Rebellen“ in Bengasi und auch im Westen , aber nicht in Tripolis? Die Aufklärung über den Anteil an islamistischen Extremisten, die in der Anti-Gaddafi-Rebellion beteiligt waren, war unzureichend.

Zum Wissen über die Teilnahme von Al-Qaida und anderen extremistischen Gruppen an der „Rebellion“ befragt, sagt der Geheimdienstchef Lord Richards of Herstmonceux , dass das für den Geheimdienst eine „Grauzone“ gewesen wäre, jedoch einige „respektable Libyer“ versichert hätten, dass militante islamistische Milizen nicht vom Aufstand profitieren würden.

Fazit hier:

„Die Möglichkeit, dass extremistische Gruppen versuchen würden, von der Rebellion zu profitieren, hätte nicht nur eine Domäne der Nachbetrachtung sein dürfen. Libysche Verbindungen mit transnationalen, militanten, extremistischen Gruppen waren schon vor 2011 bekannt, weil viele Libyer gemeinsam mit Al-Qaida am Aufstand im Irak und in Afghanistan teilgenommen hatten.“

Einschätzung der Beweisgrundlage gegen Gaddafi

Trotz Gaddafis oft harter Rhetorik gab es keinerlei Hinweise darauf, dass er ein Massaker an Zivilisten in Bengasi befehlen würde. Die Libysche Regierung hatte im Februar 2011 bereits andere Städte zurückerobert, ohne Zivilisten zu attackieren. Während des Kampfes in Misrata verzeichnete das Krankenhaus 257 Getötete und 945 Verwundete im Februar und im März 2011. Diese Opfer umfassten 22 Frauen und 8 Kinder. Libysche Ärzte berichteten den UN-Ermittlern, dass Tripolis‘ Leichenschauhäuser mehr als 200 Leichen beherbergten, von denen zwei (2) Frauen waren. Diese Ungleichheit zwischen männlichen und weiblichen Opfern legt nahe, dass die Regierungstruppen männliche Kämpfer in einem Bürgerkrieg unter Feuer nahmen und nicht wahllos auf Zivilisten schossen.

Am 17. März 2011 verkündete Gaddafi gegenüber den Rebellen von Bengasi:  „Werft Eure Waffen weg, genauso wie es Eure Brüder in Ajdabiya und anderen Orten getan haben. Sie legten ihre Waffen nieder und waren sicher. Wir haben sie überhaupt nicht verfolgt.“  Nachfolgende Untersuchungen zeigten, dass, als Gaddafis Regierungstruppen  Ajdabiya im Februar 2011 zurückeroberten, sie keine Zivilisten angriffen. Muammar al-Gaddafi versuchte auch, die Demonstranten mit einem Entwicklungshilfeangebot zu beschwichtigen, bevor er schließlich Soldaten schickte.

Der Gastprofessor am Kings College Joffé führt weiter aus, dass „ die Sprache, die benutzt wurde, zwar grauenerweckend war, es jedoch Beispiele aus der Vergangenheit gab, die zeigten, wie Gaddafi handeln würde. Wenn man zu den amerikanischen Bombardierungen von Tripolis und Bengasi 1980 zurückgeht, anstatt zu versuchen, Bedrohungen für das Regime im Osten, in der Cyrenaika , zu beseitigen , wandte Gaddafi 6 Monate auf, um zu versuchen, die Stämme zu befrieden, die dort angesiedelt  waren. Das ist ein Beleg dafür, dass er sich sehr wohl der Unsicherheit von Teilen des Landes  und der Unwahrscheinlichkeit, dass er sie durch schiere Gewalt kontrollieren konnte, bewusst war. Daher wäre er sehr vorsichtig in der tatsächlichen Reaktion gewesen … die Angst vor dem Massaker an Zivilisten wurde in beträchtlichem Ausmaß zu hoch angesetzt .“

Immigranten, die in Opposition zu Muammar standen, nutzten die Unruhen in Libyen aus, indem sie die Bedrohung für Zivilisten übertrieben und die Westmächte zur Intervention ermutigten.  Im Laufe seiner 40-jährigen Regierungszeit hatte sich Muammar Gaddafi viele Feinde im Nahen Osten und Nordafrika geschaffen, die in ähnlicher Weise die Bedrohung für die Zivilbevölkerung übertrieben. Alison Pargeter (politische Analystin des Mittleren Ostens und Nordafrikas am Royal United Services Institute sagte dazu, dass „die Frage der Söldner übertrieben wurde. Mir wurde von Libyern hier gesagt: ‚Die Afrikaner kommen. Sie werden uns massakrieren. Gaddafi schickt die Afrikaner auf die Straßen. Sie töten unsere Familien.‘ Ich denke das war sehr übertrieben. Aber ich denke, auch die arabischen Medien haben hier eine sehr wichtige Rolle gespielt. Al-Jazeera insbesondere, aber auch Al-Arabiya berichteten, dass Gaddafi Luftangriffe gegen die Menschen in Bengasi führe, und ich glaube, sie übertrieben alles wirklich sehr, und es stellte sich als unwahr heraus.“

Eine Untersuchung von Amnesty International im Juni 2011 konnte die Anschuldigungen massenhafter Menschenrechtsverletzungen durch Gaddafi-Regimetruppen nicht untermauern.

Sie fand jedoch Beweise, dass Rebellen in Bengasi falsche Beschuldigungen machten und Beweise fälschten. Die Untersuchung ergab, dass „vieles der westlichen Berichterstattung in den Medien von Anfang an eine sehr einseitige Sicht der Logik der Ereignisse präsentiert hat, die Protestbewegung als vollkommen friedlich darstellend und immer wieder darauf hindeutend, dass die Sicherheitskräfte des Regimes unerklärlicherweise unbewaffnete Demonstranten, die keine Gefahr für die Sicherheit darstellen würden, massakrierten.“

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Unterstützung der Rebellen

Der Einsatz der Luftstreitkräfte der Koalition verlagerte das militärische Gleichgewicht im libyschen Bürgerkrieg zugunsten der Rebellen. Lord Richards erklärte, dass „ die Luftstreitkräfte ein Unterstützer, jedoch keine Garantie für den Sieg sind… Die Rolle der Bodentruppen ist letztendlich entscheidend. Folglich, während die Luftmacht existentiell war … wenn die Milizen und unsere arabischen Alliierten nicht dagewesen  wären, eine Schlüsselrolle spielend, bin ich nicht so sicher, ob die Luftstreitkräfte im Fall Gaddafis gehandelt hätten, wie sie es getan hatten.“

Die Kampfleistung der Bodentruppen der Rebellen wurde durch Personal und Geheimdienstinformationen, die von Staaten wie Großbritannien , Frankreich, der Türkei, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Verfügung gestellt wurden, verstärkt. Zum Beispiel erzählte Lord Richards, dass Großbritannien bei den Rebellen „ein paar Leute embedded hatte“.

Resolution 1973 forderte die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf, die „strikte Umsetzung des Waffenembargos zu gewährleisten.“ Die internationale Gemeinschaft drückte jedoch ein Auge zu bei den Waffenlieferungen an die Rebellen. Lord Richards hob „den Grad, in dem die Emiratis und Katarer … eine wichtige Rolle für den Erfolg der Bodenoperation  spielten“, hervor. Zum Beispiel lieferte Katar französische Milan-Anti-Panzer-Raketen an bestimmte Rebellengruppen. Katar lieferte seine Waffen an bevorzugte Milizen anstatt an die Rebellen als Ganzes.

Die Kombination aus den Luftstreitkräften der Koalition mit Waffenlieferungen, Geheimdienstinformationen und Personal für die Rebellen garantierte die militärische Niederlage der Regierung Gaddafis. Am 20. März 2011, zum Beispiel, zogen sich Muammar Gaddafis Truppen nach Angriffen französischer Flugzeuge etwa 40 Meilen von Bengasi zurück. Wenn die primäre Aufgabe der Intervention der Koalition die dringende Notwendigkeit war, Zivilisten in Bengasi zu schützen, dann wurde dieses Ziel in weniger als 24 Stunden erreicht.

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Das ist nur ein kleiner Teil der Veröffentlichung, wir möchten es aber jedem nahelegen, sich die Originalveröffentlichung durchzulesen. Dort werden noch weitere wichtige Fragen erörtet, wie u.a. die vertane Chance der friedlichen, politischen Lösung des Konfliktes.

All diese nun vom House of Commons veröffentlichten Erkenntnisse sind nicht neu. Fast alles, was dort geschildert wird sehen wir seit einigen Jahren auch in Bezug auf Syrien und Präsident Assad.
Wer schreit am lautesten nach der Einrichtung einer Flugverbotszone und der Entmachtung des blutrünstigen Diktaros Assad? Es sind die gleichen Akteure, die schon Libyen zerstört haben!

Dieser Bericht ist seit mehr als einem Monat online. Gab es dazu eine wahrnehmbare Berichterstattung in unseren Medien? Hatten die keinen Platz und keine Sendezeit mehr übrig, weil vollkommen damit ausgelastet waren, über Putins Netzwerke und die Fassbomben von Assad zu berichten?

 

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Wer schenkt den al-Nusra/IS-Terroristen in Syrien deutsche Krankenwagen?

Sascha's Welt

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Urs1798 schreibt: …in einem Jabhat al Nusra-PR-Video im Gespräch mit dem erwähnten Medienterroristen, im hinteren Teil des Videos findet man die türkisch-deutsche Zusammenarbeit, die unentwegte Hilfe für Al-Kaida. Der saudische Oberterrorist Mhaisni besucht ein Al-Kaida-Feldlazarett, vor dem in voller Pracht ein Krankentransporter steht, welcher mal dem deutschen Roten Kreuz zu Diensten war und nun internationalen Al-Kaidas als Transporter dient. Auf dem Fahrzeug findet sich neben der deutschen Beschriftung auch die Werbung einer türkischen Krankentransportgesellschaft mit Sitz in Izmir. Nun kann man sich überlegen, ob der Krankenwagen als deutsche Spende oder Verkauf an die Al-Kaida unterstützende „private“ ACILKrankentransportgesellschaft ging, oder gleich zu Al-Kaida nach Syrien überführt wurde.

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Gorbatschow im Juni 1989 über Konzentration der Macht in seinen Händen und der Gefahr eines Umsturzes

Junge Welt Nr. 135/ Sonnabend/Sonntag 10./11.Juni 1989

Kongreß der Volksdeputierten abgeschlossen

Michail Gorbatschow hielt Schlusswort

Der Kongreß der Volksdeputierten hat am Freitag in Moskau die Diskussion über die Hauptrichtungen der Innen- und Außenpolitik der  UDSSR beendet und im Grundsatz einem entsprechenden Beschluß zugestimmt, dessen endgültige Fassung Präsidium und Redaktionskommission ausarbeiten sollen.

In einem Schlußwort zog Michail Gorbatschow eine Bilanz der ersten Sitzungsperiode des höchsten Machtorgans der Sowjetunion, das sich am 25. Mai konstituiert hatte. Der Kongreß, so sagte er, habe gewaltige Möglichkeiten für die kollektive Suche nach Lösungen zur Beschleunigung der Umgestaltung und der sozialökonomischen Entwicklung eröffnet. Gorbatschow bekäftigte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit der konsequenten Verwirklichung der ökonomischen Reform. Weiter erklärte Gorbatschow, die Lösung aller der vor der sowjetischen Gesellschaft stehenden Fragen müsse im Rahmen der sozialistischen Gesellschaftsordnung auf dem Weg der Demokratisierung, der Offenheit und der breiten Erörterung aller Probleme gesucht werden.

Zu auf dem Komgress geäußerten Befürchtungen hinsichtlich der Konzentration der Partei- und Staatsmacht in seinen Händen erklärte Gorbatschow, als Kommunist lehne er kategorisch Anspielungen auf die Möglichkeit der übermäßigen Macht auf sich ab. Er werde all seine Kraft für die Festigung der Demokratie einsetzen. Entschieden wies Gorbatschow Angriffe auf die Partei zurück, wie sie auf dem Kongress zu hören gewesen seien. Es sei gerade die KPDSU, so sagte er, die als Initiator der Umgestaltung und der radikalen Erneuerung auftrat. Auf die in zwei oder drei Diskussionsreden vertretene Auffassung eingehend, daß angeblich „bei einer Abwesenheit Gorbatschows ein Umsturz geschehen kann“ , sagte der Redner, es bestehe keinerlei Gefahr von Umstürzen oder irgend etwas ähnlichem. Er rief dazu auf, mit den Gerüchten, um diese oder jene Parteiführer Schluss zu machen. 

In seinem Appell an die Völker der Welt übernimmt der Kongreß die Verpflichtung, für die strikte Befolgung der Prinzipien der friedlichen Koexistenz gegenüber allen Staaten und Völkern zu wirken. Für unzulässig wird jede Form der Gewaltanwendung und -androhung erklärt. (ADN/JW)

dav

Junge Welt vom 10./11. Juni 1989

 


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+++ Gestern und Heute! +++ DAS KIEWER REGIME FEIERT – DIE UKRAINE NICHT +++

+++ Gestern und Heute! +++ DAS KIEWER REGIME FEIERT – DIE UKRAINE NICHT +++
 
Gestern (24.08.2016) hat das Kiewer Regime den 25en-Jahrestag der „Unabhängigkeit“ der Ukraine mit einer Militärparade mitten in Kiew gefeiert. Doch was hat die Ukraine in den 25 Jahren ihrer „Unabhängigkeit“ alles erreicht und was gewonnen?
 
Die Frage ist auch von wem die Ukraine denn „unabhängig“ wurde – schließlich war die Sowjetunion eine Union, die genauso von ukrainischen Politikern wie auch russischen Politikern dominiert wurde – und bei weitem nicht nur russischen, wie das gerne heute dargestellt wird. Wie weit ist die Ukraine nun mit ihrer US-abhängigen „Unabhängigkeit“ gekommen?
 
Während des Zerfalls der Sowjetunion – kursierten massive Propagandaaufrufe & Flyer, dass die Ukraine ein wohlhabendes Land ist, die Sowjetunion „ernähre“, die Union, und allen voran Russland von ihr zehre – so dass die Ukraine bestens alleine zurecht kommen werde mit ihren „Reichtümern“ und starken Wirtschaft. 25 Jahre sind vorbei – was ist passiert? Auch heute noch werden ähnliche Rückrufe und Propagandaslogans der ukrainischen Nationalisten gegen Russland verwendet – doch was ist in Wirklichkeit dran? Nichts! Wir klären auf.
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Während ukrainische Nationalisten und Maidan-Radikale zusammen mit dem Kiewer Regime ihre „Freiheit“ bejubeln – betrachten wir die ganze Sache mal absolut nüchtern, anhand von Zahlen:
 
+++ Wie war es damals – 1990 ? +++
 
Nun die Ukraine war beim Zerfall der Sowjetunion 1990 tatsächlich eine wirtschaftliche Großmacht, mit einer ähnlichen wirtschaftlichen Stärke wie das damalige Westdeutschland. Die Ukraine hatte 1990 rund 33 % des Industrie- und Gewerbepotentials der Sowjetunion – und 29,6 % des BIP von Russland (Russische SFSR) innerhalb der Union.
 
Alles beste Voraussetzungen eines wohlhabenden „selbstständigen“ zukünftigen Lebens eines Staates. Heute weiß man, dass es doch nicht so einfach ist und höchst wahrscheinlich auch nie wieder so sein wird – denn vergessen wurde, dass die Ukraine alles im Verbund der Sowjetunion errichtet hatte und ihre Wirtschaft ein Teil eines gut geölten Mechanismus gewesen ist. Vergessen wurde auch, dass Russland und Weißrussland die einzigen beiden finanziellen Geberländer der Sowjetunion waren, während andere finanzielle Nehmerländer gewesen sind, so auch die Ukraine. Nichts kommt eben einfach so vom Himmel.
 
Russland (RSFSR) hatte 1 von 3 umgesetzten Rubel in den Finanztopf der Union gegeben – und Weißrussland in etwa 1 von 9 umgesetzten und erarbeiteten Rubel. Aus diesem Topf bekamen dann die anderen 13 Unions-Staaten der Sowjetunion den Großteil ihrer finanziellen Mittel – ähnlich wie das bei der heutigen Europäischen Union (EU) auch der Fall ist. Das wollen heute viele im Bezug auf den Staatshaushalt der Sowjetunion nicht mehr wissen. Sollten sie aber.
 
Die Sowjetunion hatte 1990 einen Gesamt-BIP von über 1 Billion Rubel. Beim damaligen Kursverhältnis von etwa 1,59 Rubel für einen US-Dollar, betrug die Wirtschaftsleistung an die 1,7 Billionen US-Dollar. Wenn man nach der damaligen Kaufkraftparität geht, so war das BIP kaufkraftbereinigt und umgerechnet in etwa bei 2,7 Billionen US-Dollar, also 12,1 % der weltweiten Wirtschaftsleistung. Dazu gibt es mehrere Rechenmethoden über die man sicher streiten kann – aber die Grundtendenz bleibt dennoch verständlich.
 
Interessant ist auch, dass die Ukraine pro Kopf statistisch betrachtet mehr verbrauchte als produzierte. Pro Kopf produzierte die Ukraine ein BIP (kaufkraftbereinigt) von 12.400 $ – verbrauchte aber 13.300 $. Das Saldo hatte also ein Defizit von 7,2 %. Mit anderen Worten die Ukrainer lebten und konsumierten 1990 jährlich mit 7,2 % über ihren Verhältnissen – die nur durch die Gemeinschaftskasse (Haushalt) der Sowjetunion ausgeglichen worden war. Erinnert wiedermal an die heutige Europäische Union (EU), bei der viele Nehmerländer ebenfalls nicht verstehen, dass sie vom Geld der anderen leben. Man gewöhnt sich eben an das Gute und Bequeme ziemlich schnell.
 
Am Rande: Innerhalb der Sowjetunion lebten am meisten folgende Staaten über ihren tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnissen. – wie z.B. Georgien (mit 295 % über Verhätnis), Armenien (mit 210%), Tadschikistan (mit 184 %), Estland (mit 127 %), Aserbaidschan (mit 101 %), Turkmenistan (88 %), Litauen (mit 63%), Litauen (mit 79%), Kasachstan (mit 75 %), Kirgistan (mit 58 %), Usbekistan (mit 47 %). Moldawien (mit 34 %) – und eben die Ukraine (mit 7,2 %).
 
Die beiden einzigen Geberländer der Sowjetunion 1990 – waren Russland und Weißrussland. Russland gab 48,3 % mehr in den Gemeinschaftstopf, als es daraus bekam – und Weißrussland in etwa 30 % ihrer Wirtschaftsleistung.
 
Daher kann man sich in etwa auch den massiven wirtschaftlichen Absturz der meisten Ex-Sowjetrepubliken verstehen. Mathematik bleibt eben Mathematik – und das Ergebnis lügt nicht, denn es gibt immer nur ein richtiges Ergebnis, und keine zwei Wahrheiten.
 
Einige Staaten haben sich nach dem Zerfall der Sowjetunion in den letzten Jahren auch wieder besser aufstellen können. Zum einen sind es die 3 baltischen Staaten, die sich der Europäischen Union angeschlossen haben – die wiederum jetzt ihre Versorgung mit „Zuschüssen“ sichert. Zum anderen sind es Turkmenistan und Aserbaidschan, die aufgrund ihrer vergleichbaren kleinen Größe und massiven Vorräten an Erdöl und Erdgas profitiert haben – auch wenn es z.B. in Aserbaidschan immer noch massive Armutsprobleme gibt. Sowie auch u.a. Kasachstan – dass auch schon zu Sowjetunion-Zeiten zu den Top-3 im sowjetischen BIP-Vergleich zählte. Kasachstan hatte 1990 ca. 11,3 % der wirtschaftlichen Größe Russlands – und heute 11,5 %.
 
Die heutige Russische Föderation ist über 1,5 mal wohlhabender als die damalige Russische Sowjetrepublik (RSFSR). Die anderen ehemaligen Mitgliedsstaaten der Sowjetunion haben ihr „Unabhängigkeits-Glück“ noch nicht gefunden – so auch die Ukraine. Näheres gleich.
 
+++ 25 Jahre „Unabhängigkeit“ der Ukraine haben ihre Spuren hinterlassen! +++
 
Was hatte die Ukraine 1990 – und was hat sie heute?
 
Die Ukraine hatte 1990 rund 33 % des Industrie- und Gewerbepotentials der Sowjetunion – und 29,6 % des BIP von Russland (Russische SFSR) innerhalb der Union. Heute hat die Ukraine nur noch gerade mal 8,5 % des BIP von Russland. Ein Fall der ukrainischen Wirtschaft von 250 % im Verhältnis zur russischen. Russland hat aktuell ein kaufkraftbereinigtes nationales BIP (PPP) von rund 3.500 Milliarden $ – und die Ukraine rund 300 Milliarden $, mit weiter fallender Tendenz.
 
Beim BIP pro Kopf tun sich noch größere Abgründe auf. Das russische BIP pro Kopf beträgt kaufkraftbereinigt rund 25.000 $. Das BIP pro Kopf der Ukraine liegt aktuell statistisch bei ca. 7.500 $. Andere Statistiken gehen mittlerweile sogar von einem BIP-pro-Kopf von rund 7.000 $ der Ukrainer aus – sprich 3,5 mal kleiner als das der Menschen in Russland. Dabei war der pro-Kopf-Verbrauch der Ukrainer innerhalb der Sowjetunion 1990 sogar um ca. 12,7 % höher als der von russischen Bürgern.
 
Beispiel: Die landwirtschaftliche Wertschöpfung pro Arbeiter ist eine Maßeinheit zur Bestimmung der landwirtschaftlichen Produktivität. Die Ukraine war immer das Vorzeigeland mit einer erfolgreichen Landwirtschaft innerhalb der Sowjetunion – und bekam dafür auch massive Subventionen aus dem Gemeinschaftstopf. Viele in der Ukraine vergessen das gerne – und wundern sich heute weshalb die landwirtschaftliche Wertschöpfung pro Arbeiter in der Ukraine heute bei ca. 6.270 $ liegt – und in Russland bei ca. 11.600 $ (also 85 % höher) und in Weißrussland sogar bei 15.850 $, sprich 153 % höher (Quelle-10). Wo ist bloß die „Unabhängigkeit“ geblieben?
 
Bei diesen Zahlen stellt sich nunmehr die Frage: Wer wurde „unabhängig“ von wem genau?
 
+++ RESUMÉE !!! +++
 
1. Das soll nicht heißen das Russland „perfekt“ ist, sondern nur dass sich die Russische Föderation nach dem Zerfall der Sowjetunion aufgerappelt hat u.a. weil es auch innerhalb der Union bereits ein Geberland gewesen ist – der einen Großteil an „Balast“ verloren hat, wenn man das so sehen will. Muss man aber nicht – denn die Wirtschaft der Russischen Föderation hinkt den westlichen Wirtschaften in vielen Bereichen immer noch kräftig nach und hat noch viel Arbeit & Entwicklung vor sich.
 
Dabei muss man aber auch ehrlich anerkennen, dass Russland als Nachfolgerstaat der Sowjetunion alle Verbindlichkeiten & Schulden der gesamten Union auf sich alleine nahm – und diese bis in das Jahr 2007 begleichen musste. Ja – richtig gelesen. Während die anderen 14 Unions-Staaten, wie auch die Ukraine – bereits 1990 bei Null-Schulden beginnen durften und nichts zurück zahlten.
 
2. Die Sowjetunion wäre nicht zerfallen, wenn es keine massiven innerpolitischen, strukturellen und wirtschaftlichen Probleme in den späten 80er Jahren gegeben hätte. Das ist Fakt. Der größte für den Zerfall verantwortliche Punkt war eine reine Motivationsproblematik – und zwar die Motivation zusammen zu bleiben. Der große und überaus schwere Sieg im 2.Weltkrieg über Hitlers Faschismus, der als brutaler Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion und alle sowjetischen Völker geführt worden war – schweißte Generationen zusammen. 1990 – nach 55 Jahren nach dem großen Sieg – wurde vieles vergessen. Der zweite große Punkt war die miserable Kaderpolitik der letzten sowjetischen Regierung unter Gorbachow – und den damals führenden Sowjet-Eliten, die laut dem kommunistischen Ziel hätten ganz anders aussehen und arbeiten müssen. Vergeigt.
 
3. Die Ukraine hatte 1990 nach dem Zerfall der Sowjetunion mit die besten Voraussetzungen für einen sehr guten und lukrativen „Neuanfang“ als unabhängiger, besser gesagt selbstständiger Staat, mit einem riesigen industriellen, technologischen, infrastrukturellen und bildungstechnischen Erbe der großen Sowjetunion. Ein riesiges Potential, dass während des Zerfalls direkt in die breiten Taschen von Oligarchen und US-gestützten Neureichen wanderten. Das Volk verschlief den Geist der Zeit – und schläft bis heute. Die Perestroika (Zerfall der Sowjetunion) war keine „Revolution“ in dem Sinne, sondern ein Staatsstreich der Eliten einzelner Unions-Republiken. Nicht mehr und nicht weniger. Bei diesem Staatsstreich samt wirtschaftlich erzwungener Privatisierung & Transformation war es niemals vorgesehen mit dem einfachen biederen Volk zu teilen, ähnliche wie auch jetzt bei dem erneut US-gestützten verfassungswidrigen Maidan-Putsch 2014.
 
Man darf auch nicht vergessen, dass das Kiewer Regime aktuell alles dran setzt auch die letzten wirtschaftlichen Handelsbeziehungen mit dem großen Nachbar Russland auf US-Geheiß zu kappen versucht – so dass der ukrainischen Wirtschaft noch weitere Milliarden $ entgehen werden, denn der EU-Markt ist bekanntermaßen gesättigt mit eigener Produktion und wartet nicht „sehnsüchtig“ nach ukrainischen Produkten, während diese ihren traditionellen Platz in russischen Regalen hatten.
 
Des weiteren hatte Russland, warum auch immer, den „Bruderstaat“ Ukraine seit 1990 jährlich mit Milliarden an Dollar subventioniert. Zum einen mit billigen Erdgas-Preisen, die noch bis ins Jahr 2010 bei nur 50 $ pro 1000 Kubikmeter betrugen, während viele westeuropäische Staaten den normalen Marktpreis von bis zu 450 $ pro 1000 Kubikmeter zahlten. Spürt den Unterschied. Zum anderen wurde die ukrainische Wirtschaft und ukrainische Produzenten auf dem russischen Markt „privilegiert“ behandelt – ähnlich wie inländische Produzenten.
 
Darüber hinaus konnte die Ukraine ihre von der Sowjetunion kostenfrei geerbten aber gemeinsam gebauten Erdgas-Pipelines ausschöpfen – über die russisches Erdgas über die Ukraine in die EU transportiert. Russland hat der Ukraine Jahr für Jahr neben billigen Erdgaspreisen – auch 2-3 Milliarden $ an Transitgebühren gezahlt, nur dafür dass russisches Erdgas nach Europa strömte – während die Ukraine, sprich ihre herrschenden Eliten kaum Geld in die Pipeline-Infrastruktur investierten. Nicht zu vergessen sind auch die vielen Milliarden-Kredite aus Russland – die die Ukraine immer wieder erhielt, die so kein anderer Staat so einfach erhalten kann.
 
Damit ist nun Schluss. Die fälligen Unterhaltszahlungen der Ukraine darf nun jemand anders übernehmen, und nicht mehr Russland. Vielleicht die EU?
 
Die USA werden sicher nichts desgleichen tun. Sie haben das ja auch weder bei Afghanistan, Irak, Jugoslawien oder sonst auch wo getan. Warum sollten sie das bei der Tausende Kilometer entfernten Ukraine tun? Warum sollten sie es tun – während US-Großstädte wie Detroit zerfallen (Quelle: http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/ruinen-in-detroit-der-zerfall-von-motor-city-in-bildern/7997766.html) und die gesamte Infrastruktur in den USA am Vermodern ist. (Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/usa-infrastruktur-101.html). Während 2,5 Millionen US-amerikanischer Kinder obdachlos sind und auf der Straße leben müssen (Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/usa-2-5-millionen-obdachlose-kinder-a-1003489.html) Während der US-Bundesstaat „Golden State“ Kalifornien Pleite ist (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kalifornien-notstand-erklaert-golden-state-ist-pleite-1.103715) – wenn die USA selbst bei ihrem offiziellen Außengebiet Puerto Rico finanziell nicht helfen. (Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/puerto-rico-bekommt-vor-der-pleite-wenig-mitleid-14128844.html)
 
Warum sollten die USA es bitte bei der Ukraine tun?
 
Wenn dann wird es nur Waffen für Soldaten und nicht Bleistifte für ukrainische Schüler regnen – damit es immer tiefer in einen zermürbenden blutigen Bürgerkrieg gegen den „Russen“, sprich die Ostukrainer im Donbass geht – oder sogar direkt gegen den Bruderstaat Russland. Das wird ihre „Hilfe“ an die Ukraine sein – damit noch mehr Ukrainer sterben, auch wenn die Ukraine dabei komplett vor die Hunde geht. Nichts anderes. Und bei weitem nicht an allem sind die US-Amerikaner schuld – schließlich finden sich unter den Ukrainern und ihrer „Elite“ genug Leute, die ihre Heimat und die wahren Interessen ihres Volkes an den Meistbietenden verkaufen bereit sind!
 
25 Jahre der US-abhängigen „Unabhängigkeit“ hinterlassen eben ihre Spuren. That’s Life, f*ckin Life – sagt der US-Amerikaner. Im Sinne der heutiger Ukraine unter dem US-gelenkten Kiewer Regime dürfte es heißen: „25 Jahre Unabhängigkeit. Gestern standen wir vor dem Abgrund. Heute sind wir einen Schritt weiter.“
 
 
 
 
Quelle-4: Historisches BIP (PPP) nach Ländern in der World Economic Outlook Database, April 2009 des Internationalen Währungsfonds.
 
Quelle-5: World Economic Outlook Database, April 2014 des Internationalen Währungsfonds, Merkmal PPPGDP
 
 
 
 
 
 
PS: Auf Foto-1 steht „Indianer ändern sich – Kekse aber nicht“
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Foto-2: Die Ukrainer – und die Fata Morgana namens „EU“
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Foto-3: „Flyer“ die 1990 in der Ukraine (nicht ohne Soros-Hilfe) massenhaft und gut organisiert verteilt worden sind, damit die Ukrainer für den Austritt aus der Sowjetunion stimmen. Brexit lässt grüßen: Auf dem Austritts-Werbezettel stehen Punkte, die belegen sollen, dass die Ukraine die Sowjetunon „ernähre“ und diese an ihr „zehre“ – und dass der Ukraine als selbstständiger Staat deutlich besser gehen werde. Nun ja – wir wissen wie es heute ist.
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Foto-4: 1990, Sowjetunion – welcher Unions-Staat hat wie viel produziert, wie viel konsumiert (BIP-pro-Kopf in $ zum Vergeich).
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Foto-5: Ukrainer demonstrieren für den „Austritt“ aus der Sowjetunion. Interessant ist dabei auch die US-Fahne im Bild. Zu dem damaligen Zeitpunkt öffenete sich die Sowjetunion gegenüber dem Westen in vielen Bereichen. Gorbachows Perestroika und Glasnost. Traditionell lebten und leben in den USA und Kanada viele Nachfahren geflohener ukrainischer Bandera-Anhänger & Kriegsverbrecher, die stets anti-sowjetisch waren, auch in ihrer Diaspora in den Staaten. Der US-Geheimdienst CIA hat Tausende aus dieser besagten Bandera-„Diaspora“ rekrutiert – und nach Kiew geschickt, um die nationalistischen Tendenzen der Ukraine für einen Austritt zu forcieren. Der KGB wußte davon – unternahm aber auf Geheiß Gorbachows nichts. Suizid-Politik. Die Rechnung kam prompt mit dem Zerfall der Sowjetunion, jeder Menge an Leid, getrennten Völkern und dem nach Deutschland fein ausgereisten Nobelpreisträger Michail Gorbachow. Ein langsame Öffnung und geplante Transformation des großen Landes hätte es sicher allen leichter gemacht – wie es ja auch China hinbekommt. Friedlicher, ohner Zerfall und ohne das viele Leid. Jeder darf es anders sehen.
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Foto-6: Ukraine – das erste Volk weltwiet, dass vom TV aus vernichtet wurde. (Gemeint ist die massive und gezielte Hirnwaschung durch die ukra-faschistischen Medien des Kiewer Regimes, die von US-Spezialisten „beraten“ werden.)
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Foto-7: Der ehemalige Handel der Ukraine mit ihren Nachbarn – und der ist Geschichte. Angesagt ist nur die Einbahnstraße, auch wenn es geradewegs in den Abgrund geht.
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Foto-8: Stratfor – eine US-regierungsnahe „Denkfabrik“, die auch die US-Regierung und US-Eliten „berät“ – hat das US-Ziel in Europa und nun auch in der Ukraine recht genau und ehrlich auf den Punkt gebracht. Danke für die Ehrlichkeit. Findet man nicht oft.
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Foto-9: US-gelenkter verfassungwidriger Maidan-Putsch 2014 – der von den transatlantischen Medien als „friedfertig“ und „demokratisch“ betitelt und medial einmalig gedeckt wurde. Wir erinnern daran! Nichts ist vergessen – niemand ist vergessen!
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Foto-10: Gemeinsam waren wir stark – gemeinsam werden wir auch wieder stark werden. Die ehemaligen sowjetischen Völker, werden über Kurz oder Lang in einer neuen nicht mehr vom Kommunismus bestimmten Gemeinschaft wieder zusammen kommen – und in Frieden leben! Davon sind wir überzeugt!
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LInk zu unserem biffidu-Beitrag bei Facebook – vom 25.08.2016:

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=571372266387080&id=220982371426073

 


Ein Kommentar

DIE TOTEN KINDER DES DONBASS’

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Die folgende Auflistung, erstellt von ronin_077, haben wir für Euch übersetzt. Den russischsprachigen Originaltext findet Ihr hier: http://ronin-077.livejournal.com/37466.html
Wir betrachten dies als eine Seite des stillen Gedenkens und der Erinnerung an tausende während des noch immer fortgeführten Aggressionskrieges in der Ostukraine zerstörte Menschenleben und, auch stellvertretend für alle anderen Opfer, insbesondere für …

DIE TOTEN KINDER DES DONBASS’

Liste 2

Im November 2014 nahm ich an einer nicht sehr angenehmen Veranstaltung teil. In Donezk fand in der Kirche der Drei Hierarchen die Begräbnisfeier für Nikita Russow im geschlossenen Sarg statt, für den Jungen, der tags zuvor während eines Artilleriebeschusses starb. Seitdem sammle ich Angaben über die toten Kinder des Donbass‘.
In ewiger Erinnerung an sie!
Informationen über die Kinder, welche im Zeitraum von April 2014 bis heute im Resultat von Kampfhandlungen auf dem Territorium der Donezker Volksrepublik ihr Leben verloren
1. SLADKAJA Polina Wjatscheslawowna, 01.01.2008 – 08.06.2014, Slawjansk;
2. SERBINENKO Jelisawjeta Alexejewna, 11.10.1998 – 12.06.2014, Snjeschnoje – Sie starb gemeinsam mit ihrem Vater, SERBINENKO Alexej Alexandrowitsch (der Bruder verwundet) in der Nähe des Dorfes Marinowka, Rajon Schachtjorsk. Die Familie wurde bei dem Versuch, in die Russische Föderation zu gelangen, von ukrainischen Militärangehörigen in ihrem Auto beschossen;
Liste 3

Arseni Dantschenko (2009 – 2014)

3. DANTSCHENKO Arseni Ruslanowitsch, 01.01.2009 – 19.06.2014, Slawjansk-Golubowka – Er wurde am 16.06.2014 bei einem Mörserangriff schwer verletzt, starb im Krankenhaus. Während des Beschusses starb auch die Mutter, DANTSCHENKO Jelena, Jahrgang 1984;

4. MAMEDCHANOWA Alexandra Ruslanowna, 20.05.2002 – 07.07.2014, Donezk/Kujbyschewskij Rajon – Das Auto der Familie geriet zwischen Dobropolje und dem Dorf Swjetlogorowka unter Beschuß;

5. SHUK Kira Igorjewna, 09.09.2013 – 27.07.2014, Gorlowka – Sie starb während eines Artilleriebeschusses gemeinsam mit ihrer Mutter, SHUK Kristina Sergejewna, geboren am 06.09.1990;

6. MIROSCHNITSCHENKO Wiktorija Sergejewna, 08.01.2007 – 27.07.2014, Gorlowka;

7. KRIWOSCHEJEW Dmitri Michailowitsch, 02.02.1998 – 27.07.2014, Gorlowka;

8. KORTSCHAK Nadeshda Anatoljewna, 29.06.1997 – 27.07.2014, Gorlowka;

9. SCHTSCHERBAKOW Wladislaw Wadimowitsch, 26.04.1996 – 27.07.2014, Gorlowka;

10. KLADKO Dominika Arturowna, 02.04.2007 – 28.07.2014, Jasinowataja – Die Familie lebte in Gorlowka, zog um, um sich vor den Beschüssen in Sicherheit zu bringen;

11. SUCHANOW Wsewolod Walerjewitsch, 04.05.2011 – 29.07.2014, Tores, SsT (Siedlung städtischen Typs) Rassypnoje;

12. CHISHNJAK Andrej Jurjewitsch, 02.03.1999 – 30.07.2014, Stepanowka, Rajon Schachtjorsk;

13. BEREGOWAJA Wiktorija Sergejewna, 16.05.2000 – 07.08.2014, Gorlowka;

14. PODLIPSKAJA Anastasija Alexejewna, 08.08.2013 – 07.08.2014, Gorlowka – Sie starb zusammen mit ihrer Mutter;

liste 4

Dima Orlow (1998 – 2014)

15. ORLOW Dmitri Romanowitsch, 13.01.1998 – 13.08.2014, Sugres;

16. PROTASOW Daniil Antonowitsch, 03.03.2009 – 13.08.2014, Sugres – Er starb, gemeinsam mit Vater und Mutter, PROTASOW Anton Nikolajewitsch und PROTASOWA Irina Anatoljewna, infolge eines Luftangriffs auf einen Kinderbadestrand;

liste 5

Anja Kostjenko (2012 – 2014)

17. KOSTJENKO Anna Jewgenjewna, 13.02.2012 – 13.08.2014, Sugres – Sie starb, gemeinsam mit ihrem Vater, KOSTJENKO Jewgeni Sergejewitsch, infolge eines Luftangriffs auf einen Kinderbadestrand;

18. TERESCHTSCHENKO Daniil Nikolajewitsch, 01.04.2009 – 13.08.2014, Welikoje Meschkowo, Rajon Amwrosijewka;

19. BARILOWA Darja Wladimirowna, 11.10.2006 – 15.08.2014, Donezk/Petrowskij Rejon– Sie starb zusammen mit Vater und Mutter;

20. BABENKO Artur Witaljewitsch, 05.02.1999 – 16.08.2014, Donezk/Kujbyschewskij Rajon – Er wurde am 15.08.2014 im Kiewer Bezirk der Stadt Donezk tödlich verwundet;

liste 6

Serjosha Piwen (2008 – 2014)

21. PIWEN Sergej Sergejewitsch, 14.04.2008 – 16.08.2014, Shdanowka – Er starb gemeinsam mit seinem Stiefvater, BULYGIN Sergej Jurjewitsch. Verletzt wurden im Ergebnis des Beschusses außerdem seine Mutter, KOSYR Swetlana Wladimirowna (sie verlor ihre Hände) und seine Schwester, PIWEN Alexandra Sergejewna, geboren am 03.10.2004 (Verwundung am Oberschenkel);

22. GAJWORONSKIJ Igor Sergejewitsch, 16.05.2003 – 18.08.2014, Jasinowataja;

23. KOWALENKO Kristina Alexandrowna, 17.11.2003 – 23.08.2014, Donezk/Kalininskij Rajon – Sie starb zusammen mit ihrem Vater, KOWALENKO Alexander Iwanowitsch, und ihrer Mutter, KOWALENKO Irina Wasiljewna;

24. KOWALENKO Alexandra Alexandrowna, 26.09.2008 – 23.08.2014, Donezk/Kalininskij Rajon – Siestarb zusammen mit ihrem Vater, KOWALENKO Alexander Iwanowitsch, und ihrer Mutter, KOWALENKO Irina Wasiljewna;

25. DJADJUK Michail Wladimirowitsch, 17.05.1998 – 23.08.2014, Satschatowka, Rajon Schachtjorsk – Er wurde während eines Beschusses schwer verletzt und starb im Städtischen Krankenhaus von Kirowskoje;

26. LUZENKO Danil Alexandrowitsch, 27.06.2009 – 24.08.2014, Kirowskoje – Er starb unter Beschuß auf dem Hof des Wohnhauses, außerdem wurde sein Bruder, LUZENKO Alexander Alexandrowitsch, geboren am 24.08.2007, verwundet;

27. MARTYNJUK Sofija Wladimirowna, 02.07.2010 – 24.08.2014, Kirowskoje – Sie starb unter Artilleriebeschuß auf dem Spielplatz auf dem Hof ihres Hauses;

28. BJELYCH Daniil Alexandrowitsch, 28.10.1999 – 24.08.2014, Charzysk;

29. TOKARTSCHUK Wladislaw Gennadjewitsch, 30.04.1997 – 26.08.2014, Ilowajsk – Die Familie lebte in Tores, Vater und Mutter waren Angehörige der Streitkräfte der DVR;

30. TSCHULKOW Witali Jewgenjewitsch, 14.10.1997 – 24.08.2014, Charzysk – Waisenkind;

31. POPKOWA Darja Wladimirowna, 21.10.2000 – 29.08.2014, Charzysk – Sie starb im Gebiet des Dorfes Nowojekaterinowka, Starobeschewoer Rajon, gemeinsam mit ihrem Vater, ihrer Mutter und ihrer Großmutter. Ihre Schwester, POPKOWA Diana Wladimirowna, geboren am 03.07.2010, wurde verwundet (Granatsplitter im Auge und in der Schulter);

32. BOROWKO Watali Alexandrowitsch, 24.06.1997 – 05.09.2014, Nowopelagejewka, Rajon Schachtjorsk – Er lebte im Dorf Solotarjewka, Rajon Schachtjorsk;

33. LOGINOW Artjom Wiktorowitsch, 15.05.2009 – 08.09.2014, Makejewka, SsT Nishnjaja Krynka;

34. DMITRIJEW Sergej Wladimirowitsch, 27.04.1996 – 29.09.2014, Donezk;

35. POLJANSKIJ Wladislaw Alexandrowitsch, 30.09.1998 – 03.10.2014, Surges – Er wurde von einer Flattermine zerrissen;

36. SCHARKO Iwan Andrejewitsch, 27.10.2000 – 03.10.2014, Surges;

37. BALKA Orest Wasiljewitsch, 26.07.1998 – 05.10.2014, Granitnoje, Rajon Telmanowo; 38. KOMAROWA Anastasija Wjatscheslawowna, 13.09.1997 – 11.10.2014, Wesjoloje, Rajon Jasinowataja;

39. KUSNEZOW Daniil Wladimirowitsch, 10.06.2000 – 05.11.2014, Donezk/Kujbyschewskij Rajon – Er starb unter Artilleriebeschuß auf dem Schulsportplatz; 40. JELISEJEW Andrej Sergejewitsch, 10.05.1996 – 05.11.2014, Donezk/Kujbyschewskij Rajon – Er starb unter Artilleriebeschuß auf dem Schulsportplatz;

liste 7

Familie Bulajew – ausgelöscht

41. BULAJEWA Sofija Olegowna, 20.03.2010 – 14.11.2014, Gorlowka – Sie starb gemeinsam mit ihrem Vater, BULAJEW Oleg, und ihrer Mutter, BULAJEWA Tatjana Wladimirowna;

42. BULAJEW Danil Olegowitsch, 08.02.2005 – 14.11.2014, Gorlowka – Er starb gemeinsam mit seinem Vater, BULAJEW Oleg, und seiner Mutter, BULAJEWA Tatjana Wladimirowna;

liste 8

Nikita Russow (2002 – 2014)

43. RUSSOW Nikita Walerjewitsch, 01.08.2002 – 27.11.2014, Donezk/Kujbyschewskij Rajon;

44. KOMAROWSKIJ Georgi Sergejewitsch, 01.07.2007 – 18.12.2014, Uglegorsk – Er starb zusammen mit seinem Bruder MISJATSCHKO Roman Wladimirowitsch (29.06.1998 – 18.12.2014);

45. MISJATSCHKO Roman Wladimirowitsch, 29.06.1998 – 18.12.2014, Uglegorsk – Er starb zusammen mit seinem Bruder KOMAROWSKIJ Georgi Sergejewitsch (01.07.2007 – 18.12.2014);

liste 9

Karina Bjelonog (2005 – 2014)

46. BJELONOG Karina Grigorjewna, 29.03.2005 – 19.12.2014, Gorlowka-Nikitowka;

liste 10

Die Brüder Woronow, Timofej (starb) und Iwan (wurde zum Invaliden)

47. WORONOW Timofej Jurjewitsch, 22.06.2009 – 02.01.2015, Schachtjorsk – Er starb zusammen mit seinem Vater, WORONOW Juri;

liste 11

Die Beerdigung von Artjom Bobryschew (2015)

48. BOBRYSCHEW Artjom Wladimirowitsch, 04.09.2010 – 18.01.2015, Donezk/Kirowskij Rajon – Während des Beschusses wurden außerdem sein Bruder, BOBRYSCHEW Michail Wladimirowitsch, geboren am 29.07.2006 (Kiefer-Gesichtstrauma), und seine Mutter, BOBRYSCHEWA Tamara Michailowna (verlor das rechte Bein), schwer verwundet;

49. LYTKIN Artjom Sergejewitsch, 16.04.2003 – 19.01.2015, Debalzewo – Er starb zusammen mit seinem Vater, LYTKIN Sergej;

liste 12

Sascha Smirnow (2011 – 2015)

50. SMIRNOW Alexander Iwanowitsch, 17.08.2011 – 25.01.2015, Donezk/Petrowskij Rajon– Er starb nachts während eines Beschusses gemeinsam mit seinem Vater, SMIRNOW Iwan Alexandrowitsch, Jahrgang 1989;

51. MAKAJEW Danil Olegowitsch, 31.03.1998 – 26.01.2015, Debalzewo;

52. KUCHARTSCHUK Wiktorija Alexejewna, 09.03.2012 – 29.01.2015, Gorlowka – Sie starb zusammen mit ihrer Mutter, WEPRENZEWA Jelena Michailowna;

53. POLJAK Dmitri Leonidowitsch, 20.04.2007 – 30.01.2015, Uglegorsk – Er starb durch den Volltreffer einer Artilleriegranate auf sein Haus;

54. RUTSCHKIN Dmitri Alexandrowitsch, 29.08.1997 – 01.02.2015, Uglegorsk;

55. DEMIDENKO Aljona Jurjewna, 15.03.2010 – 04.02.2015, Komsomolskoje, Starobeschewsker Rajon – Am 02.02.2015 wurde sie während eines Beschusses schwer verwundet und starb in der DOKTMO „M. I. Kalinin“, Donezk;

56. TRUFANOW Alexander Alexandrowitsch, 23.07.2004 – 07.02.2015, Komsomolskoje, Starobeschewsker Rajon – Er starb gemeinsam mit seinem Vater, TRUFANOW Alexander Michailowitsch;

57. KONAPLEW Kirill Denisowitsch, 28.07.2013 – 12.02.2015, Gorlowka;

58. KONAPLEWA Darja Denisowna, 13.06.2007 – 12.02.2015, Gorlowka;

59. KONAPLEWA Anastasija Denisowna, 08.08.2001 – 12.02.2015, Gorlowka;

60. SAPLAWA Andrej Borisowitsch, 03.03.2006 – 14.02.2015, Gorlowka;

61. WOSNJUK Stanislaw Alexejewitsch, 01.06.2011 – 12.03.2015, Krasnyi Partisan, Rajon Jasinowataja – Das Auto, in dem er mit seiner Familie fuhr, wurde von einer Flattermine zerstört;

62. NIKITENKO Nikolaj Witaljewitsch, 22.11.2000 – 19.03.2015, Uglegorsk-Grosnyj;

63. TSCHISNEWITSCH Sergej Andrejewitsch, 21.02.2000 – 22.03.2015, Jenakijewo – Er wurde während eines Beschusses schwer verwundet und starb im Fahrzeug der Schnellen Medizinischen Hilfe;

64. BABAKOW Dmitri Michailowitsch, 03.12.1999 – 25.03.2015, Donezk/Kirowskij Rajon, SsT Staromichailowka;

65. TSCHAJKA Timofej Wiktorowitsch, 29.05.2000 – 27.03.2015, Uglegorsk-Grosnyj;

66. MACHNJEW Wladimir Witaljewitsch, 25.05.2009 – 12.04.2015, Orlowo-Iwanowka, Rajon Schachtjorsk;

liste 13

Katja Motschalowa (2004 – 2015)

67. MOTSCHALOWA Jekaterina Wladimirowna, 21.05.2004 – 26.05.2015, Gorlowka – Sie starb gemeinsam mit ihrem Stiefvater, TUW Juri Wladimirowitsch (Jahrgang 1979);

liste 14

Wanjotschka Njesteruk (2010 – 2015). „Papa, ich bleibe noch ein bißchen liegen, aber dann gehen wir nach Hause!“ – das waren seine letzten Worte

68. NJESTERUK Iwan Alexejewitsch, 20.08.2010 – 04.06.2015, SsT Temanowo – Er wurde während eines Beschusses tödlich verwundet und starb in der Klinik;

liste 15

Anastasija Butorina (1998 – 2015)

69. BUTORINA Anastasija Alexejewna, 9.07.1998 – 16.06.2015, Gorlowka –Sie wurde am 11.06.2015 während eines Beschusses des Stadtteils Mitschurino schwer verwundet und starb in der Klinik;

70. KOBSA Anna Ruslanowna, 21.07.1999 – 27.06.2015, Sosnowka, Rajon Nowoasowsk – Sie starb in einem Waldstreifen zwischen Pawlopol und Sosnowka, lebte in Primorskoje;

71. IWACHNO Ksenija Sergejewna, 07.08.2006 – 24.09.2015, Ternowoje, Rajon Schachtjorsk – Sie lebte in der Stadt Mospino – Sie starb im Ergebnis eines Terroranschlags auf dem Truppenübungsplatz „Tores“ während der Vorführung eines Panzer-Biathlons;

72. POKOTILO Danil Alexandrowitsch, 03.11.1997 – 10.10.2015, Donezk/Kijewskij Rajon.

73. In die Liste der getöteten Kinder aus dem Kujbyschewskij Rajon von Donezk wurde KRAWTSCHENKO Wladislaw Igorjewitsch, 02.08.1995 – 26.05.2014, aufgenommen. – Er starb während eines Luftangriffs im Gebiet der Eisenbahnstation. Er wurde auf die Bitte seiner Mutter hin aufgenommen.
74. Der „Sohn des Regiments“ eines Armeekorps der Streitkräfte der DVR, NJEDAWNIJ Wladislaw Witaljewitsch, 09.04.1997 – 12.02.2015, gebürtig aus Gorlowka, starb während der Befreiung der Stadt Uglegorsk in Ausübung seines Dienstes.
75, 76. In der Nacht auf den 26.06.2016 wurde infolge eines Mörserangriffs auf das Dorf Kominternowo im Rajon Nowoasowsk eine Stromleitung durch Splitterwirkung zerrissen. JERMISCHKO Jaroslaw Dmitrijewitsch, 10.01.2010 – 26.06.2016, trat auf die Leitung und starb durch einen Stromschlag. Um 11:40 Uhr des folgenden Tages trat ein weiteres Kind, GUSHBA Witali Alexejewitsch, 16.01.2009 – 26.06.2016, auf die Leitung und starb durch Stromschlag.
77, 78, 79. Am 04.07.2016 versuchte ein Mann in Jenakijewo, in der Sewastopoler Straße 27a, eine Splittergranate vom Typ WOG zu zerlegen, welche er auf der Straße gefunden hatte. Im Ergebnis der Detonation des Geschosses starben drei Kinder: LITOWTSCHENKO Kirill Sergejewitsch, 08.08.2011 – 04.07.2016, starb in der Klinik, LITOWTSCHENKO Pjotr Alexandrowitsch, 08.06.2005 – 04.07.2016, und LITOWTSCHENKO Walentina Sergejewna, 18.04.2014 – 04.07.2016, verstarben noch an Ort und Stelle.
Informationen über die Kinder, welche im Zeitraum von April 2014 bis heute im Resultat von Kampfhandlungen während der Okkupation von Territorien der Donezker Volksrepublik (Oblast Donezk) ihr Leben verloren
1. KARDASCH Nadjeshda Wladmirowna, 2013 – 16.07.2014, Artjomowsk;
2. TSCHUBENKO Stepan W., 1997 – 25.07.2014, Kramatorsk – Er ist verschwunden, einigen Berichten zufolge wurde er am 27.07.2014 im Gebiet von Starobeschewsk, SsT Gorbatschowo-Michailowka, möglicherweise von einem Mitglied des „Rechten Sektors“ getötet;
3. BAJKIN Nikita Wladimirowitsch, 2004 – 05.09.2014, Mariupol;
4. BAJKINA Karolina Wladimirowna, 2007 – 05.09.2014, Mariupol;
5. ALIMOWA Alina Ruslanowna, 2010 – 23.11.2014, Mariupol;
6. LAWRENJUK Darja Alexandrowna, 2012 – 14.01.2015, Mariupol;
7. KRISCHTOPA Konstantin Wladimirowitsch, 2006 – 22.01.2015, SsT Marinka;
8. KASCHIN Wjatscheslaw Jewgenjewitsch, 16.02.2011 – 24.01.2015, Mariupol – Er starb während eines Beschusses;
9. WORONOWA Polina, 2009 – 16.03.2015, Konstantinowka – Sie starb bei einem Verkehrsunfall, als sie von einem gepanzerten Fahrzeug der ukrainischen Streitkräfte erfaßt wurde. In einigen Quellen wird ihr Familienname als STAWZOWA angegeben;
10. MALIKOW Wladislaw Igorjewitsch, 29.02.2000 – 09.08.2015, Georgijewka, Rajon Marinka – Er starb bei einem Verkehrsunfall, erfaßt von einem Militärfahrzeug der ukrainischen Streitkräfte;
11. KORNIJENKO Lilija Witaljewna, April 2015 – 30.08.2015, SsT Marinka – Sie wurde am 18.08.2015 während eines Artilleriebeschusses verletzt und starb in der Regionalen Kinderklinik von Dnjepropetrowsk;
12. MANKO Julija Wladimirowna, 28.09.1998 – 30.08.2015, Nowomichailowna, Rajon Marinka – Sie starb während eines Beschusses;
13. OSTAPENKO Wiktorija, 1999 – 2015, SsT Sajzewo, Rajon Artjomowsk – Sie starb während eines Beschusses.
14. Bis auf weiteres gibt es keine Angaben über das Kind, welches 2010 geboren wurde und am 24.08.2015 im Rajon Wolodarsk von einer Mine verletzt wurde und im Lazarett von Mariupol starb.
15. Am 14.08.2016 erlitt in der Gegend der SsT Mangusch der kleine Ilja, geboren 2009, infolge eines Verkehrsunfalls unter Beteiligung einer Zugmaschine der ukrainischen Streitkräfte ein geschlossenes Schädel-Hirn-Trauma und multiple Frakturen und starb am 15.08.2016 im Städtischen Klinikum von Mariupol. Seine Mutter Jelena, Jahrgang 1986, starb noch an der Unfallstelle.
Informationen über die Kinder, welche im Zeitraum von April 2014 bis heute im Resultat von Kampfhandlungen auf dem Territorium der Lugansker Volksrepublik ihr Leben verloren
1. ALEXANDROW Jegor Artjomowitsch, 25.08.2013 – 24.06.2014, Antrazit;
2. JERMILOW Iwan Wladimirowitsch, 01.07.2009 – 02.07.2014, SsT Staniza Luganskaja – Er wurde bei einem Fliegergriff getötet;
3. KAPUSTNIKOW Wladislaw Wjatscheslawowitsch, 19.01.1997 – 10.07.2014, Swerdlowsk;
4. GLUSCHTSCHENKO Denis Maximowitsch, 28.07.1998 – 21.07.2014, Lugansk – Er starb während eines Artilleriebeschusses;
5. TSCHUDINOW Alexander Alexandrowitsch, 16.10.1997 – 30.07.2014, Lugansk;
6. DUCHNJENKO Wladislawa Sacharowna, 13.07.2007 – 06.08.2014, Suchodolsk – Sie starb bei einem Fliegerangriff;
7. LEDNJEWA Marina Andrejewna, 23.06.2008 – 07.08.2014, Lugansk;
8. LUKASCHUK Daniil Nikolajewitsch, 26.08.2000 – 07.08.2014, Krasnyj Lutsch;
9. BUGAJEWA Anna Timofejewna, 12.07.2014 – 08.08.2014, Krasnaja Poljana, Rajon Atrazit – Sie starb gemeinsam mit ihrer Mutter, BUGAJEWA Anastasija Alexandrowna (Jahrgang 1990);
10. KNYSCH Darja Witaljewna, 31.10.2011 – 13.08.2014, Lugansk;
liste 16

Lera Suglobowa (2001 – 2014)

11. SUGLOBOWA Walerija Michailowna, 20.11.2001 – 18.08.2014, Chjaschtschewatoje – Sie starb zusammen mit ihrer Mutter, SUGLOBOWA Ljudmila, ihrer Oma und ihrem Onkel;

12. ORECHOW Jewgeni Borisowitsch, 15.09.2006 – 20.08.2014, Lugansk,– Er wurde bei einem Mörserbeschuß schwer verwundet und starb in der Klinik. Seine Mutter, ORECHOWA Julija Andrejewna, Jahrgang 1985, starb während des Angriffs;

13. SOROKIN Alexander Sergejewitsch, 19.12.2008 – 22.08.2014, Rowenki – Er starb an Splitterwunden infolge der Anwendung des Operativ-Taktischen Raketenkomplexes „Totschka-U“;

14. JEWSJUKOWA Marina Wadimowna, 25.07.2007 – 25.08.2014, Lugansk – Während eines Beschusses wurde dem Kind ein Bein abgerissen, sie starb aufgrund des durch die Schmerzen hervorgerufenen Schocks und des Blutverlusts;

15. GARBANJEW Wladimir Jewgenjewitsch, 13.05.2014 – 26.08.2014, Krasnaja Poljana, Rajon Antrazit;

16. KULITSCHKO Iwan Sergejewitsch, 08.07.2013 – 27.08.2014, Roskoschnoje, Rajon Lutugino;

17. POGULJAJ Danil Alexandrowitsch, 08.03.1997 – 27.08.2014, SsT Nowoswjetlowka, Rajon Krasnodon – Er starb zusammen mit seiner Mutter, KRAWTSCHENKO Swjetlana Wiktorowna;

liste 17

Kirill Sidorjuk (2001 – 2014)

18. SIDORJUK Kirill Wladimirowitsch, 29.09.2001 – 29.08.2014, Butkewitschi, SsT Petrowskoje – Er starb während eines Artilleriebeschusses;

19. WIWTSCHAR Margarita Andrejewna, 22.01.2001 – August 2014, Lugansk;

20. SANDULJAK Daniil Jurjewitsch, 02.03.2000 – 06.09.2014, Roskoschnoje, Rajon Antrazit – Er starb gemeinsam mit seiner Mutter während eines Mörserangriffs;

21. OSTAPENKO Walentin Eduardowitsch, 28.05.1998 – 26.10.2014, Rowenki;

22. POLJAKOW Iwan Anatoljewitsch, 07.10.2010 – 31.10.2014, SsT Donezkij;

23. AGABABJANZ Swjetlana Pawlowna, 11.06.2004 – 05.11.2014, Kirowsk – Sie starb während eines Beschusses zusammen mit ihrer Großmutter, GORJATSCHEWA Irina, Jahrgang 1961;

24. SOROKA Alexander Gennadjewitsch, 30.09.1999 – 29.11.2014, Rowenki;

25. CHARITONENKO Jaroslaw, 1998 – 2014, Rajon Slawjanoserbsk;

26. GUSAK Arina Wasiljewna, 04.09.2010 – 21.01.2015, Stachanow – Sie starb während eines Beschusses gemeinsam mit ihrer Mutter, GUSAK Natalja Jewgenjewna, Jahrgang 1990;

27. CHOMUTOWA Anna Wiktorowna, 05.10.1997 – 24.01.2015, Stachanow;

28. POSTAWNOJ Wladislaw Jewgenjewitsch, 20.03.2003 – 22.04.2015, SsT Tschernuchino;

29. PONOMARENKO Juri Romanowitsch, 08.11.2000 – 23.04.2015, Lugansk;

30. PONOMARJEW Juri Jurjewitsch, 14.11.2001 – 23.04.2015, Lugansk.

Es existiert noch eine ergänzende Liste von Kindern, die Angaben über sie konnten laut Lugansker Quellen bisher weder bestätigt noch widerlegt werden:

1. WASILZOWA Marija, 03.04.1999 – 18.07.2014, Lugansk;

2. KRAWTSCHUK Anatoli Fjodorowitsch, 09.04.2009 – 22.07.2014, Lugansk;

3. SUPRUNJENKO Roman, 12.09.1998 – 15.08.2014, Lugansk;

4. SAJZEW Dmitri, 08.08.1998 – 21.08.2014, Lugansk, Gorodischtsche – Er starb als Angehöriger der Volksmiliz der LVR bei einem Mörserangriff;

5. BOROWSKAJA Marina Alexandrowna, 06.03.2013 – 2014, Lugansk;

6. JEFIMENKO Anastasija Nikolajewna, 12.01.2001 – 2014, Lugansk;

7. KIRILENKO Ilja Alexandrowitsch, 07.12.2001 – 2014, Lugansk;

8. KONZEWA Jaroslawa, 2012 – 2014, Lugansk;

9. LYSENKO Jaroslawa, 2008 – 2014, Lugansk.

10, 11. Genaue Daten gibt es bisher nicht von dem Jungen Wladislaw, geboren 2003, welcher am 22.04.2015 in der SsT Tschernuchino durch eine Panzerabwehrgranate RPG-18 „Mucha“ getötet wurde. Keine Daten gibt es von dem 2001 geborenen Jungen, der am 31.05.2015 in Nishnje-Olchowaja im Rajon Staniza Luganskaja durch eine Sprengfalle ums Leben.

Die genauen Daten über den Tag der Geburt, Datum und Ort des Todes etc. konnten nicht ermittelt werden für:

1. SCHEWTSCHENKO Nikita, 1997 geboren, Gorlowka;
2. SUBENKO Jelena, 2006 geboren;
3. POPOWITSCH Sergej S., 1996 – 18.08.2014, Dmitrowka bei der Stadt Snjeshnoje;
4. PROCHOROW Nikolaj, 1997 – 12.05.2015, Donezk/Kiewskij Rajon.
Ich bin dankbar für jedwede Art von Korrekturen und Präzisierungen.


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+++ Intermarium +++ GEOPOLITISCHE ANALYSE +++ Die Spaltung der EU – und der „neue“ Plan „OST“ !!! +++

+++ Intermarium +++ GEOPOLITISCHE ANALYSE +++ Die Spaltung der EU – und der „neue“ Plan „OST“ !!! +++

Intermarium („Międzymorza“ / „Zwischemeer“) – heißt das neue alte geopolitische Ziel des angelsächsischen Verbundes aus USA & Großbritannien. Das ist nichts neues – und gilt als Vorschlag des polnischen und pro-britischen Marschall Józef Piłsudski nach dem Ersten Weltkrieg eines konföderierten Staatsgebildes, das vom Schwarzen Meer bis zur Ostsee (Baltikum) reichen sollte. EIn Vorschlag an Großbritannien – oder höchstwahrscheinlich andersherum – gerichtet gegen Russland. (Damals noch Sowjetrussland, etwas später Sowjetunion, heute gegen Russland.)

Seit dem hat sich nichts bis gar nichts verändert – nur die Methoden sind etwas andere geworden. Manche Methoden sind aber auch komplett die gleichen geblieben: Gorßbritannien & USA versuchen Europa einzuflösen, dass Russland

a.) böse und agressiv ist

b.) dass Russland eine Art Großreich wie z.B. die Sowjetunion wiedererrichten wolle (Stichwort „Putins Reich“ usw.)

c.) dass Russland plane „Europa“, und allen voran Osteuropa zu überfallen und einzuverleiben.

Als ob das flächenmäßig mit Abstand größte Land der Erde nicht genug eigenes Land & Rohstoffe habe – aber daran denkt niemand. Die anti-russische Propaganda läuft in den transatlantischen Medien mittlerweile täglich, ja gar minutenweise hoch und runter. Ein Gespenst des „bösen Rus“ geht wieder durch Europa, wie auch schon vor und während des 1. und 2. Weltkriegs.

Heute wird diese Idee des „Intermariums“ und die „Notwendigkeit“ dafür EU-weit von NGOs des regierungsnahen US-Oligarchen George Soros aktiv beworben, wie der NGO „Europäischen Humanitären Universität“ (EHU).

Die Konferenz der Europäischen Humanitären Universität (EHU), Vilnius, Litauen im März 2012 – besprach das Thema „Intermarium“ intensiv. Die ungefähr 1600-1800 Studierenden dieser EHU kommen größtenteils aus Weißrussland. Die Unterrichtssprache der meisten Veranstaltungen ist Russisch. (Später werdet ihr verstehen warum auf russisch, und warum aus Weißrussland, und warum in Litauen / Baltikum.)

Quelle-1: http://www.ehu.lt/events/events/view/call-for-participation-international-research-conference-baltic-black-sea-intermarum-paradigms-of-regional-development-and-transformations-of-lawlt/lang:lt – und Quelle-2: https://de.wikipedia.org/wiki/Mi%C4%99dzymorze

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+++ Der „neue“ Plan „OST“ +++

Das ganze hat ein konkretes Ziel – und zwar laut STRATFOR-Chef George Friedman – eine „neue Eindämmung“ Russlands, die laut den US-Strategen am besten in einem großen Krieg in Europa enden soll. Doch wie soll das gehen? Sind die Europäer verrückt?

Mit Sicherheit werdet ihr mitbekommen haben, dass die USA & Großbritannien über ihre Militärkomponente namens „NATO“ – verstärkt eine Truppenverlegung und Verlegung von Kriegsgerät nach Osteuropa, und damit quasi unmittlerbar an die russische Grenze foricert. Deutschland wurde eine tragende Rolle zugeteilt – mit der sog. „Speerspitze“ der Bundeswehr gegen Russland, offen und unverhohlen. Sehr wahrscheinlich habt ihr auch Bilder von US-Panzern und US-Soldaten gesehen, die in den osteuropäischen Staaten, wie den 3 baltischen Staaten und in Polen an Militärparaden teilnehmen sehen.

+++Beispiele:

US-Soldaten auf US-Panzern bei einer Parade am 15.08.2016 in Warschau / Polen – wo der angebliche „Sieg Polens über die Rote Armee“ von 1920 feierlich begangen wird, und die US-Amerikaner dürfen da provokativ natürlich nicht fehlen: https://www.facebook.com/1ABCT.3ID/posts/10153918950988721

04.02.2016: Dokumentation der BBC führt ein Konflikt zwischen der Nato und Russland zum Atomkrieg – mit dem BBC-Video:

http://de.sputniknews.com/panorama/20160204/307581617/bbc-atomkrieg-russland.html

18.02.2016: US-Militär Waffen und Panzer für 16’000 Soldaten in geheimen Höhlen in Norwegen – mit Video: http://www.blick.ch/news/waffen-und-panzer-fuer-16000-soldaten-usa-horten-kriegsmaterial-in-geheimen-hoehlen-von-norwegen-id4696488.html

25.02.2016 – USA in Provokationslaune? US-Militärparade 300 Meter vor russischer Grenze:

Quelle-1: https://deutsch.rt.com/13067/international/usa-in-provokationslaune-us-militaerparade-300-meter-vor-russischer-grenze/

Quelle-2: http://www.n-tv.de/politik/Nato-Soldaten-bei-estnischer-Militaerparade-article14582486.html

03.03.2016: NATO-Manöver „Cold Response“: USA üben in Norwegen Atomwaffeneinsatz gegen Russland: https://deutsch.rt.com/europa/37099-nato-manover-cold-response-usa/

10.03.2016 – Spiegel: Machtdemonstration – USA schicken 3000 US-Soldaten ins Baltikum: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-konflikt-usa-ruesten-baltikum-auf-a-1022656.html

22.03.2016 – Spiegel: Amerikaner starten „Straßenmarsch“ durch Osteuropa: http://www.spiegel.de/politik/ausland/nato-in-osteuropa-usa-starten-strassenmarsch-a-1024942.html

27.03.2016 – Dragoon Ride: US-Militärkonvoi rollt durch Osteuropa:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/27/dragoon-ride-us-militaerkonvoi-rollt-durch-osteuropa/

02.04.2016: An der gesamten Nato-Grenze zu Russland werden 4.200 Mann in „Rotationskräften“ eingesetzt. Sie werden in Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Rumänien die 62.000 US-Soldaten verstärken, die heute schon in Europa stationiert sind: https://www.wsws.org/de/articles/2016/04/02/nato-a02.html

Was die US-Soldaten dort suchen? Nun ja sie wollen die Polen & Balten (und später das gesamte „Intermarium“) zu einem „heroischen“ Krieg gegen die Russen motivieren, der laut den US-Regisseuren auch kommen wird – so der Plan.

Das ist kein Geheimnis und war schon immer ihr Ziel – selbst wenn es dann taktische atomare Schläge auf Polen & Co. hagelt, so ist es in ihrem Sinne besser als es nicht zu versuchen. Schließlich wollen sie Krieg, gleichzeitig aber nicht den Platz von Warschau und Krakau mit New York und Washington tauschen, wenn es kracht. Ganz einfach. Bitter, aber wahr.

14.06.2016: Spiegel: 150 Kilometer vor der russischen Grenze startet die NATO-Militärübung „Saber Strike“ – eine Abschreckungsmaßnahme mit 10.000 Soldaten:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/manoever-saber-strike-im-baltikum-nato-staaten-beginnen-operation-abschreckung-a-1097447.html

Doch das ist nur ein Anfang – auch wenn die Medien versuchen diese Kriegsvorbereitungen als harmlos und von der militärischen Truppenanzahl her „unbedeutenden“ rein symbolischen Akt abzutun. Doch dem ist nicht so.

18.05.2016 – Britischer General schürt Ängste mit „drohendem Atomkrieg“ mit Russland: http://de.sputniknews.com/politik/20160518/309953730/atomkrieg-russland.html

24.05.2016: Vor dem Atomkrieg bewahrt uns kein Protokoll mehr:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article155584911/Vor-dem-Atomkrieg-bewahrt-uns-kein-Protokoll-mehr.html

Man muss nicht jeden Satz über den möglichen „Atomkrieg“ oder „großen Krieg“ heute vollständig ernst nehmen – dennoch sollte man verstehen wohin die Reise demnächst in Europa gehen soll.

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+++ Das nächste Ziel heißt „Intermarium“ oder „Ost-„EU +++

Nach der Idee von Großbritannien: Polen und die 3 baltischen Staaten („Giftzwerge“) werden in den nächsten Jahren noch nationalistischer, und lösen sich von der traditionellen EU schrittweise, und womöglich im Streit ab, denn ein Russlandfeldzug ist mit Deutschland & Frankreich in der heutigen Form (Staatsform, gesellschaftliche Prinzipien usw.) so nicht möglich.

Deutschland und Frankreich sind schlichtweg nicht bereit für einen großen Krieg gegen Russland – und die Zeit bei den USA drängt.

Quelle-1: US-Schuldenuhr, Stand heute 16.08.2016 mit rund 19,42 Billionen US-Dollar an Staatsschulden: http://www.usdebtclock.org/

Quelle-2: Schuldenuhr Großbritanniens, Stand heute 16.08.2016 mit rund 1,74 Billionen britische Pfund, bzw. umgerechnet 2,26 Billionen US-Dollar an Staatsschulden: http://www.nationaldebtclock.co.uk/

+++ Vorboten dieser Spaltung der EU – in die „West“-EU und „Ost“-EU:

1.) BREXIT:

Großbritannien tritt aus der EU nicht umsonst aus. Denn dort leben und arbeiten Millionen polnischer Bürger. Wenn aber alle und allenvoran junge wehrfähige Leute fleißig in UK arbeiten, wer soll dann in Polen in den Krieg ziehen? Und falls es Krieg gibt, und Millionen Polen leben im EU-Land Großbritannien – wohin werden dann wohl weitere Millionen Polen, Esten, Litauer, Letten sofort umziehen, außer deman grenznahen Deutschland?

Willy Wimmer bei KenFM zum BREXIT: „Wenn Großbritannien geht, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass Europa in den Krieg geht.“ – mit Video: https://youtu.be/GQe-b8Jb1Rk

Willy Wimmer ist ein ehemaliger CDU-Politiker und Staatssekretär im deutschen Verteidigungsministerium und Vize-Präsident der OSZE von 1994-2000, also ein politisch sehr erfahrener Mann.

2.) Visegrad-Staaten gegen Deutschlands Migrationspolitik. Zunächst einmal ist das ihr gutes Recht. Zum anderen zeigt es aber, dass es ein gewisses Ablösen von der „West“-EU seitens der künftigen „Ost“-EU Staaten gibt („intermarium“-Vorstufe)

– nämlich Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei:

http://www.welt.de/politik/ausland/article152228130/Visegrad-Staaten-gegen-Deutschlands-Migrationspolitik.html

Auch wenn Ungarn unter Premier Orban in den letzten Monaten heftig aus diesem Konzept tanzt, oder zu tanzen scheint, so kann man diese V4-Gruppe („Visegrad-Staaten“) auch als Vorstufe eines „Intermarium“ sehen:

Wiki:https://de.wikipedia.org/wiki/Visegr%C3%A1d-Gruppe

Bei dem Visegrade-Treffen am 12. Mai 2011 in Levoča wurden die Möglichkeiten zur Aufstellung einer gemeinsamen EU-Battlegroup bis zum Jahr 2016 erörtert. Die Einheit soll zunächst etwa Bataillonsstärke haben und unter der militärischen Führung Polens stehen. Die Aufstellung der Kampftruppe bis 2016 wurde bei einem Gipfeltreffen der Verteidigungsminister in Warschau am 6. März 2013 beschlossen: http://spectator.sme.sk/c/20039823/visegrad-four-to-form-own-battle-group-by-2016.html

Die sog. Idee der EU-Battlegroup ist eine Vorstufe der militärischen Komponente des „Intermariums“: https://de.wikipedia.org/wiki/EU-Battlegroup

+++ Was will man mit der „Ost“-EU / „Intermarium“ erreichen? +++

1.) Erschaffen werden soll das alte und von Großbritannien geplante „Intermarium“ – ein nationalistischer und russophob eingestellter Staatenbund, der vom baltischen Meer bis zum Schwarzen Meer, mit den 3 baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen), Polen, Ukraine (zumindest West- und Zentralteil), Rumänien, Teile Moldawiens, möglicherweise auch Bulgarien reichen soll.

2.) Jeglicher friedlicher und wirtschaftlicher Handel & Austausch soll, ähnlich wie heute in der Ukraine unter dem Kiewer Regime, durch pro-amerikanische Marionetten an der Macht des Staatenbundes des „Intermariums“ gestört und dreist sabotiert werden. Siehe Vorstufe in der heutigen Ukraine.

STRATFOR: US-Hauptziel seit einem Jahrhundert war es einen Bündnis Russland+Deutschland zu verhindern: https://youtu.be/9fNnZaTyk3M

3.) Das Endziel ist der große Krieg gegen die Russische Föderation. Womöglich mit einem Angriff auf die russische Enklave Kaliningrad – an der Grenze zu Polen. Möglicherweise auch an mehreren Fronten gleichzeitig.

Selbstverständlich verstehen die Vordenker dieses Plans, dass ein Krieg gegen Russland – automatisch eine atomare, und damit vollständig vernichtende Konsequent nach sich ziehen wird. Das versteht man in London, wie in Washington.

Das versteht man auch in Polen, nur dass in diesen unten aufgeführten 9 Staaten pro-amerikanische Regierungen & NATO-konforme Verteidigungsminister an die Macht gebracht und an der Macht gehalten werden, auch wenn in einem „demokratischen“ Rhytmus und Rotationsprinzip. Das hindert diese Staaten selbstständige und nicht-suizidale Entscheidungen im Sinne ihrer Völker zu treffen. Natürlich wird das so nie gesagt, und selten so ähnlich ausgesprochen.

Die Vordenker des künftigen „Intermariums“ gehen von blanken statistischen Werten aus, die sie gegeneinander aufstellen und so die Kräfteverhältnisse als Argument betrachten:

Von Norden nach Süden:

1. Estland – 1,3 Mio. Einwohner, BIP 29,5 Milliarden $

2. Lettland – 1,95 Mio. Einwohner, BIP 42,7 Milliarden $

3. Litauen – 2,85 Mio. Einwohner, BIP 28,4 Milliarden $

4. Polen – 38,50 Mio. Einwohner, BIP 516,1 Milliarden $

5. Slowakei – 5,4 Mio. Einwohner, BIP 96,1 Milliarden $

6. Tschechien – 10,6 Mio. Einwohner, BIP 230,5 Milliarden $

7. Ukraine – 36 Mio. Einwohner, BIP unter 80 Milliarden $

(ohne die russische Halbinsel Krim, und ohne Donbass)

8. Moldawien – 3,15 Mio. Einwohner, BIP 7,95 Milliarden $

9. Rumänien – 19,85 Mio. Einwohner, BIP 189 Milliarden $

9 Staaten, 127 Millionen Einwohner und einem BIP von rund 1,3 Billionen $ – gegenüber der Russischen Föderation mit 146,5 Millionen Einwohnern (inkl. Krim) und 2,12 Billionen $ BIP.

Oder was glaubt ihr wofür das US-Raketenschild in Europa stationiert wird? Um Europa und die USA vor dem Iran zu „schützen“, wo doch jeder weiß dass der Iran weder die Fähigkeit noch den Willen für derartige Angriffe hätte?

Nein. Das US-Raktenschild richtet sich vollständig gegen Russland und sein atomares Abschreckungspotential. Genauer noch: Das US-Raketenschild in den künftigen „Intermarium“-Staaten wie Polen, Rumänien und später wohl auch Tschechien / Slowakei „beruhigen“, „absichern“ – und zu dem besagten großen Krieg gegen Russland motivieren. Denn schließlich werden diese Staaten bei ihrem Kriegsangriff gegen Russland vom US-Raktenschild vor der zwangsläufigen atomaren russischen Antwort schützen. Das ist der Plan dahinter.

Sollten beim Beginn dieser Konfrontation Teile des atomaren russischen Antwort-Potentials durchgehen, dann ist es eben so. Das sagt man natürlich nicht vorher so – und im Nachhinein ist es dann auch egal, wie sich viele auch kaum mehr für Hiroshima oder Nagasaki interessieren. Denn sobald Teile des russischen atomaren Antwort-Potentials daneben gehen sollten – beginnen die USA & Großbritannien

10.06.2014 – Die Vereinigten Staaten haben laut Victoria Nuland, für Europa und Eurasien zuständige Staatssekretärin im US-Außenministerium, nicht vor, Teile ihres umstrinnenen Raketenschildes in Georgien oder in der Ukraine aufzustellen:

http://de.sputniknews.com/politik/20140610/268731551/US-Diplomatin-Kein-Raketenschild-in-Ukraine-geplant.html

Hinweis dazu: Letztendes wollten sie auch laut Zusagen nach 1990 keine NATO-Ost-Erweiterung an die russische Grenze durchführen. Und heute will sich keiner mehr dieser Politiker daran erinnern.

11.11.2015 – Putin: US-Raketenschild in Europa dient Neutralisierung Russlands: https://deutsch.rt.com/europa/35522-russland-will-sein-abschreckungspotenzial-vor/

12.05.2016: Tagesschau – Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit baut die NATO an ihrem Raketenabwehrschild. Eine Radarstation mit Abwehrraketen soll heute in Rumänien für einsatzfähig erklärt werden – eine Provokation für Moskau:

https://www.tagesschau.de/ausland/nato-raketenabwehr-103.html

14.05.2016: Polen gibt Startschuss zu Bau von US-Raketenschild:

http://de.sputniknews.com/politik/20160514/309848615/in-polen-beginnt-bau-von-us-raketenschild.html

+++ ETWAS LÄUFT ABER NOCH SCHIEF +++

Aus der Reihe dieses „Intermarium“-Plans der USA & Großbritanniens tanzen folgende Staaten heraus, bzw. in diesen Staaten geht der Plan aufgrund verschiedener Faktoren aktuell nicht auf:

1. Ukraine – die Krim hat sich per Referendum und ohne jegliche Gewalt mit Russland wiedervereint. (strategische Niederlage der USA im Schwarzes Meer)

2. Ukraine – das Kiewer Regime schafft es nicht die wirtschaftlich starke und bevölkerungsreiche, aber abtrünnige Region Donbass im Sinne der USA & NATO unter „Kontrolle“ zu bringen.

3. Ukraine – trotz milliardenschwerer „Investitionen“ der USA, US-Oligarchen wie Soros, und auch der EU in diverse NGOs und ukrainische Medien, die den Ukrainern seit 25 Jahren schrittweise einflößen, dass sie nicht „Russen“ sind und Russland auch kein „Bruderstaat“ ist – sondern „Okkupant“, „Unterjocher aus dem Moskauer Kreml“ und „Aggressor“ – ist es nicht gewährleistet dass die Mehrheit der Ukrainer zu ihrem Brudervolk „russophob“ werden. Zumindest sieht man, dass die große Mehrheit der Ukrainer heute eher schweigt, weil sie eingeschüchter oder teils mit eigenen alltäglichen Überlebenssorgen beschäftigt sind.

4. Einzelne Staaten, wie heute Ungarn unter Premier Orban versuchen eher eine konservative national-orientierte Politik zu betreiben unabhängig von „Bündnissen“ und „Niebelungentreue“-Zwängen.

5. Finnland – bleibt trotz massiven Drucks und medialen Manipulationen auch weiterhin neutral, und steigt nicht in der anti-russischen NATO ein.

6. Georgien – Zwar ist Georgien kein direkter Planstaat des „Intermarium“-Staatenprojekts, dennoch ein geplanter anti-russischer Faktor und „Intermarium“-Fortsetzung an der gegenüberliegenden Seite des Schwarzen Meeres.

Nach dem US-gewollten genozid-ähnlichen Angriff der georgischen Streitkräfte des ehem. Präsidenten Saakaschwilli auf die Zivilbevölkerung von Süd-Ossetien (Hauptstadt Tshinvalli) und auch auf dort stationierte russische Friedenstruppen – hat sich die innenpolitische Lage in Georgien deutlich abgekühlt wenn es um einen neuen US-gewollten „Kriegswillen“ gegen Russland geht. Saakaschwill ist von den Georgiern selbst entmachtet worden. Er floh zunächst in die USA, und anschließend zum US-gestützten ukra-faschistischen Kiewer Regime in der heutigen Ukraine.

7. Weissrussland – Lukaschenko hat sich als harter politischer Brocken erwiesen, der eine große Unterstützung in der weissrussischen Bevölkerung genießt – und trotz nationalistischer Klänge zum Großteil zu Russland hält. Nach dem Zerfall der Sowjetunion sollte das heutige Weissrussland zur Weißrussischen Republik, und nicht wie von Lukaschenko gegründeten Republik Belarus werden. Es sollte ein absolut pro-amerikanisches und russophobes Staatenkonstrukt aufgebaut werden, ähnlich wie die 3 baltischen Staaten und die heutige Ukraine unter dem Kiewer Regime. Schleichend – wie auch in der Ukraine, schrittweise über 25 Jahre. Mit einer anderen Flagge wie die heutige Republik Belarus, anderer Hymne, anderem Staatskonstrukt. (Siehe Quelle)

Zu dem damaligen Zeitpunkt war Russland unter Jelzin witschaftlich und außenpolitisch sehr geschwächt und innenpolitisch noch konstruktlos nach der Perestroika. Russland drohte damals ein blutiger Zerfall, so dass man dem US-gewollten Zersetzungsprozess in Europa rundum Jugoslawien und u.a. auch Weissrussland kaum etwas entgegen setzen konnte, mit dem Ziel alle pro-russischen (also pro-sowjetischen) Staaten und ehemaligen Verbündeten schnellstmöglich zu zerschlagen und in russische Gegen umzupolen. Doch in Weissrussland kam Lukaschenko dazwischen – weshalb er auch sofort den Beinamen „Der letzte Diktator Europas“ bekam, von wem dürft ihr drei mal raten.

[Am Rande: In der Ukraine konnte diese nicht so schnell geschehen, da dort die pro-russischen Sympathien um 1990 herum sehr groß waren, und bis heute noch recht groß sind, trotz aller Hetze. Deshalb hat es 25 Jahre lang gedauert.]

Zurück zu Weissrussland: Nach „Wiederherstellung der Unabhängigkeit“ von Belarus 1991 (so die Sichtweise der USA nach dem Zerfall der UdSSR) hat die Regierung der Republik Belarus Kontakt mit der Rada BNR aufgenommen.

Vorbereitungen zur „Übergabe des Mandates“ der Rada BNR an das Parlament von Belarus hatten begonnen – also eine pro-amerikanische Machtübergabe quasi, jedoch wurden sie nach „Machtergreifung“ durch Präsident Alexander Lukaschenko und angebliche Verstöße gegen „demokratische Standards“ und gegen Menschenrechte sowie nach Rückkehr zu sowjetischen Staatssymbolen und zur russischen Sprache als Staatssprache in Belarus abgebrochen.

Die Rada BNR hat einige prominente politische „Flüchtlinge“ und Gegner der Lukaschenko-Regierung in ihre Reihen aufgenommen und veröffentlicht regelmäßige offizielle Stellungsnahmen mit Kritik der Situation bezüglich der „Menschenrechte“ (die alte Leier), Demokratie und Russifizierung in Belarus. Also absolut pro-amerikanische Standpunkte. Vertreter der Rada BNR haben regelmäßige Treffen mit Vertretern der Regierungen und Außenministerien verschiedener Länder der EU und Nordamerikas.

Die Rada BNR ist bis heute aktiv und eine der ältesten Exilregierungen der Welt. Die Rada wurde aus Vertretern der belarussischen Organisationen in verschiedenen Ländern des Westens gebildet. Der formelle Sitz der Rada wurde in die USA und Kanada gebracht. Unter Anderem, wurde als Erfolg der Aktivität der Rada BNR im Jahr 1953 die belarussischsprachige Redaktion von „Radio Free Europe“ gegründet.

Nachzulesen bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Rada_BNR – u.a. mit weiterführenden Quellen!

Auch interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fruthenischer_Zentralrat

Weitere Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Frussische_Volksrepublik

Diverse US-gelenkte und EU-unterstützte Versuche den weißrussischen Präsidenten nach dem „Maidan“-Prinzip („Farbene Revolutionen“) zu stürtzen scheiterten. Seit Jahren wird über die weißrussische Polizei im Tonus von Assads „Schergen“ berichtet:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/weissrussland-proteste-und-festnahmen-in-minsk-1300265.html (Bitte beachtet die Flaggen auf dem Foto der FAZ, und die Flagge auf der Wiki-Seite der Rada BNR im Link oben!)

Natürlich ist Lukaschenko ein Machtmensch, ein Politiker und kein Engel. Genauso wenig wie das die vielen westlichen Politiker oder US-Präsidenten sind, die der Welt alles in allem unsägliches Leid und Millionen von Toten durch Kriege & Einmischung brachten, wie auch heute. Lukaschenko aber nicht. Das vergessen viele.

… Jetzt wisst ihr auch warum.

Weiter in der weißrussischen Geschichte:

Überwiegend aus Hitler-Kolloborateuren gegründet:

Ab Januar 1944 besaß der „Staat“ eine eigene Armee, die sogenannte „Weißruthenische Heimwehr“ (Belaruskaja Krajowaja Abarona – BKA), welche über rund 20.000 Mitglieder verfügte und zur Bekämpfung von Partisanen und der Roten Armee eingesetzt wurde. Auch andere Institutionen wie das Weißruthenische Selbsthilfewerk, der Weißruthenische Selbstschutzkorps und das Weißruthenische Jugendwerk, wurden gegründet. Nach der Befreiung der durch die Rote Armee löste sich der Staat de facto auf, und die Mitglieder des Zentralrates gingen ins Ausland, wo sie eine Exilregierung bildeten, die sich zu einer ernstzunehmenden aber interagierenden Konkurrenz zur Rada BNR entwickelte.

Und genau deren Nachfahren unterstützen die USA seit dem Ende des 2.Weltkriegs bis heute: https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fruthenischer_Zentralrat

(Ähnliches mißlang damals auch in der Ukraine. So ein Staat wie die heutige Ukraine unter dem Kiewer Regimes sollte bereits viel früher gegründet und russophob aufgebaut werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Ukrainische_Volksrepublik)

8. Türkei – Erdogan führt sein eigenes Spiel und genießt eine große Unterstützung einer türkischen Mehrheit – vorallem auch nach dem mißlungenen Putsch von türkischen NATO-Generälen gegen ihn. Die Türkei sollte eine südliche Stütze des nördlichen „Intermariums“ werden – und russische Kräfte an der Grenze im Kaukasus binden und russischen Einfluss aus dem Nahen Osten verdrängen, falls nötig auch in einem für die Türkei komplett zerstörerischen Krieg. Doch Erdogan will nicht – wie er laut US-Plänen soll. Daher auch der Putsch, der zu einem Putsch-Versuch wurde. Man kann Erdogan mögen oder nicht, aber in diesem Fall hat er sich aggressiven chaotisierenden Plänen (ähnlich wie beim „Arabischen Frühling“) widersetzt. Das hat viele Pläne der USA im Nahen Osten und im Kaukasus platzen lassen.

+++ Die Pläne der Errichtung des „Intermarium“-Staatenbundes (Föderation / Konföderation) ist keine Sache von Jahren, sondern von Jahrzehnten, und begonnen hat es bereits seit 1990. Wie weit die USA & Großbriannien mit ihren Plänen in Osteuropa und der russischen Grenze kommen – hängt auch davon ab wie sich diese osteuropäischen Völker dafür einspannen lassen, und wie klug und entschlossen sich die Russische Föderation auch künftig verhält.

Mit dem überraschenden Eingriff Russlands in der Krim (mit Referedum und Wiedervereinigung) und dem massiven Eingreiffen in Syrien – wird gerade vielen Eckpunkten dieses großen anti-russischen Plans des „Intermariums“ ein kräftiger Strick durch die Rechnung gemacht. Oder was glaubt ihr weshalb die USA & US-Polit-Eliten, aber auch transatlantische EU-Eliten rundum Großbriannien so sehr, teilweise schon billig wirkend, gegen Russland wettern – und sogar politisierte Angriffe auf russische Sportler & Olympia fahren? Genau deshalb. Genau wegen diesem kräftigen Strich durch die Rechnung.

Auch interessant zu dem Thema ist der Artikel von SouthFront:

https://de.southfront.org/wer-baut-das-intermarium-zwischenmeer/

Auch in Polen werden solche Pläne des „Intermariums“ diskutiert und auch beworben:

Quelle-1: http://www.nowastrategia.org.pl/miedzymorze-utopia-czy-alternatywa/

Quelle-2: http://www.mpolska24.pl/post/11580/miedzymorze-kontra-uboga-panna

 

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@ Danke, eure Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine

 

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+++ Vor fast 100 Jahren +++ US-TRUPPEN GREIFEN RUSSLAND AN – UND BESETZEN DIE RUSSISCHE FERNOST-STADT WLADIWOSTOK +++

+++ Vor fast 100 Jahren +++ US-TRUPPEN GREIFEN RUSSLAND AN – UND BESETZEN DIE RUSSISCHE FERNOST-STADT WLADIWOSTOK +++

Die schließlich aus 7.950 Soldaten bestehende American Expeditionary Force Siberia wurde von Generalmajor William S. Graves kommandiert.

Parallel zum Angriff auf Wladiwostok im russichen Fernen Osten am 16.08.1918 – wurden auch 5000 US-amerikanische Soldaten als Teil der eigenständigen „Polar Bear Expedition“ von Präsident Wilson zur Besetzung der nord-russischen Stadt Archangelsk entsendet.

Später wird US-Präsident Wilson behaupten dass „die USA gleichermaßen das Bedürfnis, Russland bei der Aufrechterhaltung der Autonomie und der Selbstverteidigung unterstützen wolle, sofern seitens der Russen die Bereitschaft vorliege, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen“ – und deshalb russische Städte besetzten. Andere Argumente waren die militärische „Unterstützung“ der Weißarmee (Weißgardisten) gegen die Rote Armee. (Kommt euch dabei nicht ein bisschen das heutige Syrien in den Kopf?)

Man versteht natürlich allzu gut, dass die USA und Großbritannien die Gunst der Stunden nutzen wollten – und Gebiete des aufgrund des parallel laufenden 1.Weltkriegs, sowie russischen Bürgerkriegs kurz vor dem Zerfallen stehende und geschwächte Russland zu besetzen und einzuverleiben. Beispielsweise besetzten britische Truppen am 04.08.1918 die damals noch zu Russland gehörende und an Erdöl-reiche kaspische Stadt Baku. Britische Truppen gingen auch in den nord-russischen Hafenstädten Murmansk und Archangelsk von Bord. (1200 britische und französische ‚Elite‘-Soldaten, sowie 5000 US-Soldaten)

Am 11.06.1918 ging z.B. eine 150 Mann starke Gruppe US-amerikanischer Marinesoldaten in Murmansk an Land. 28.06.1918: Die Rote Armee eröffnet die Kämpfe gegen „alliierte Truppen“ der Interventen nahe Murmansk. 14.07.1918 – Britische und US-amerikanische Truppen besetzen die Eisenbahnlinie in Murmansk. Schwere Gefechte folgen. 12.10.1919 – Die letzten britischen Truppen verlassen Murmansk.

Im Dezember 1918 landete ein französisch-griechisches Kontingent von 1.000 Soldaten in Odessa. Unterstützt wurde es von einem französischen Flottenverband. Als sich das Kriegsgeschehen näherte, kam es zu einem Aufstand in der französischen Schwarzmeerflotte (bei der die rote Fahne gehisst wurde), die Meuterer erzwangen im April 1919 den Rückzug Frankreichs. Die letzten Ententetruppen verließen Odessa am 7. April 1919. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Russischer_Bürgerkrieg)

Im Gegensatz zu den anderen „alliierten“ Kommandeuren von Interventionstruppen in Russland glaubte US-General Graves, dass die Mission in Sibirien nur den Zweck hatte, geliefertes US-amerikanisches Eigentum zu sichern und die Tschechoslowakische Legion aus Russland zu evakuieren – nicht aber, gegen die Bolschewiki zu kämpfen. Durch seine stetigen Aufrufe zur Zurückhaltung kollidierte er häufig mit den Kommandeuren der britischen, französischen und japanischen Streitkräfte, die ebenfalls Truppen in dieser Region Russlands hatten und von ihm eine noch aktivere Beteiligung bei der militärischen Intervention in Sibirien verlangten. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/American_Expeditionary_Force_Siberia)

Wegen des Mangels an Soldaten baten Großbritannien und Frankreich die USA, Truppen für eine Intervention in Nordrussland und eine weitere in Sibirien zu entsenden. 1918 entschied Präsident Woodrow Wilson, gegen den Rat des amerikanischen Kriegsministeriums 5.000 Soldaten als „North Russia Expeditionary Force“ (Amerikanische Nordrussische Expeditionstruppe) (auch als „Polar Bear Expedition“ bekannt) zu entsenden, sowie weitere 10.000 als „American Expeditionary Force Siberia“ (Amerikanische Expeditionstruppe Sibirien). Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sibirische_Intervention

In Russland umfasste das tschechoslowakische Heer Anfang 1919 ca. 60.000 Mann, später bis zu 90.000 Söldner. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tschechoslowakische_Legion)

Ihr Ziel war Plündern in Russland: Ab Anfang 1919 begann die Tschechische Legion mit dem abschnittsweisen Abzug in Richtung Irkutsk und begleitete den Rückzug der Armee Koltschaks. Nach dem Zusammenbruch der weißen Front kämpfte sie nur mehr zur Selbstverteidigung. Sie führte den Großteil des Zarengoldes mit sich. Anfang 1920 regelte ein Vertrag mit den Sowjets den ungehinderten Weitertransport nach Wladiwostok. Zur gleichen Zeit stellte der Oberbefehlshaber der alliierten Interventionstruppen in Sibirien, Maurice Janin, Koltschak unter den „alliierten Schutz“ der Legion. Als Gegenleistung für freien Abzug erhielt die Tschechoslowakische Legion in Irkutsk 30 Waggons Kohlen und lieferte den militärischen Führer der „Weißen“, Admiral Koltschak, an die Bolschewisten aus, die ihn exekutierten. Am 15. Januar 1920 verließ das erste Schiff Wladiwostok, am 2. September das letzte, die Soldaten dieses Transports erreichten am 20. November 1920 Prag. Insgesamt verließen dadurch 67.738 Legionäre das damalige Bürgerkriegsland Russland.

Über die Tschechische Legion in Russland:

Der Stolz, als „Speerspitze der Alliierten“ zu kämpfen, und die Erfolge waren verblasst. Viele Legionäre waren Abenteurer, einige Offiziere waren von Ruhmsucht und Habgier getrieben. Die erwartete Unterstützung durch alliierte Truppen war für sie nicht erkennbar und deren Zielsetzung völlig unklar. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tschechoslowakische_Legion)

Die US-Soldaten machten in Sibirien sehr schlechte Erfahrungen. Weit verbreitet waren Nachschubprobleme mit Treibstoff, Munition und Nahrung. Die an moderate Temperaturen gewöhnten Pferde konnten bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt nicht eingesetzt werden. Wassergekühlte Maschinengewehre froren ein und wurden nutzlos.

Die letzten US-Amerikaner verließen Sibirien am 1. April 1920. Während des 19-monatigen Einsatzes in Sibirien starben durch verschiedene Ursachen 189 Soldaten der American Expeditionary Force Siberia. Zum Vergleich: bei der kleineren Polar Bear Expedition kamen während der nur 9 Monate dauernden Gefechte bei Archangelsk insgesamt 235 Soldaten ums Leben.

Die Motive, die Japan mit der Intervention in Sibirien verfolgte, waren komplex und schwer nachzuvollziehen, ähnlich wie die von USA. Offiziell hieß es, Japan ginge wie auch die USA und die anderen Nationen der Koalitionstruppen nur deshalb nach Sibirien, um das dortige Kriegsmaterial zu sichern und die Tschechoslowakische Legion zu „retten“.

1920 unterstützten die USA und Japan den ausgerufenen Pseudo-Staat im russischen Fernen Osten – die „Amur Regierung“ („Küstenrepublik“) und „Fernöstliche Republik“:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fernöstliche_Republik

https://de.wikipedia.org/wiki/Provisorische_Amur-Regierung

Zwischen April 1918 und 1922 besetzten in der Sibirischen Intervention mehr als 70.000 Soldaten der Kaiserlich Japanischen Armee Wladiwostok und Teile der russischen Pazifikküste. Im Februar und März 1920 kam es zum Nikolajewsk-Zwischenfall, der in einem Massaker an mehreren hundert Japanern in der Stadt Nikolajewsk am Amur gipfelte. Um nach dem Nikolajewsk-Zwischenfall einen direkten Krieg zwischen Sowjetrussland und Japan zu verhindern, gründete Sowjetrussland am 6. April 1920 als „Pufferstaat“ die Fernöstliche Republik.

Mit dem siegreichen Vormarsch der Roten Armee sahen schließlich auch die Sowjets keine Notwendigkeit mehr in einer US- und Japan-angestrebten „Verhandlungslösung“. Noch im September 1922 zog die japanische Armee unter der Gefahr ihrer Vernichtung endgültig aus Russland ab. Auf deutsch gesagt – Russland berappelte sich wieder und warf alle Interventen & Besatzer aus dem Land. 5000 japanische Soldaten kamen bei dem Besatzungsversuch von Teilen Russlands ums Leben.

US-Präsidentenberater Zbignew Brezinski, zum Beispiel, skizzierte 1997 in seinem Artikel «Geostrategie für Eurasien» das Konzept der US-Politik wie folgt: … Russland als eine euroasiatische Grossmacht sei zu beseitigen; an seiner Stelle sei eine Konföderation zu schaffen, bestehend aus der Russischen Europäischen Republik, der Sibirischen und der Fernöstlichen Republik.“ (Quelle: https://web.archive.org/web/20051220065717/http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_94d/T08.HTM)

Foto-1: US-amerikanische Truppen bei einer Parade in Wladiwostok, vor einem von der Tschechoslowakischen Legion besetzten Gebäude.

Quelle – siehe 15.08.1918: http://www.wispor.de/wpx-1918.htm

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